Kanada zur be$ten Rei$ezeit


Die beste Reisezeit für Kanada? Für mich keine Frage: der Herbst. Sonnige Tage, kühle Nächte. Indian Summer ohne Moskitos. Dass sich bis Oktober auch die letzte Wohnmobil-Karawane aufgelöst hat, wissen die zu schätzen, die im Juli in den Bergen von British-Columbia im Stau standen. Nicht zu vergessen: Für Shopper gibt’s im Herbst die besten Deals.

Nein, ich werde nicht vom kanadischen Fremdenverkehrsamt bezahlt. Und: Nein, wir haben auch keine Zimmer zu vermieten. Den Tipp aus dem Canada-Blog gibt’s kostenlos und absolut ohne Hintergedanken: Sollten Sie eine Reise nach Kanada planen, tun Sie’s für den späten Sommer oder frühen Herbst. Nicht nur wegen des Indian Summers.

So wie Marie-Anne, unsere Freundin aus der Schweiz. In den 90er-Jahren lebte sie mit ihrer Familie fünf Jahre in der Nähe von Montréal. Seither kommt sie uns einmal im Jahr besuchen. Wann? Im Herbst natürlich. Auf jeden Fall rechtzeitig vor Weihnachten. Süßer die Deals nie klingen. Dabei gibt’s den Winterschlussverkauf nach deutscher Art hier gar nicht. Natürlich kommt unsere Freundin wegen uns und nicht fürs Shoppen. Aber es trifft sich gut. Die Preise liegen um diese Jahreszeit im Keller.

Ganz in unserer Nähe gibt es ein paar Factory Outlets. vom Feinsten. Richtige Markenschuppen mit Designerware. Da glühen um diese Jahreszeit die Kreditkarten. Gestern bei Tommy: Die ganze Farbpalette an Polohemden für $ 29.99. Zwei Türen weiter im Schuhladen: 75 % off. Weniger geht nicht. Das heißt doch: Bei Winner’s. Ein Outlet für hochwertige Klamotten, Kosmetika, Einrichtungsgegenstände, Spielsachen und sogar Marmeladen. Das Winner’s-Konzept ist genial: Hier wird Ware aus Bankrottbeständen verkauft. Ersparnis: Bis zu 80 Prozent.

Und dann natürlich die Dollar-Stores: Wem es wirklich auf den Preis ankommt und nicht so sehr auf Qualität, kann sich hier an Cent-Beträgen berauschen. Ursprünglich gab’s alles für einen Dollar. Heute sind’s auch mal zwei. Dollar-Stores liegt übrigens ein kanadisches Konzept zugrunde. Wir haben Freunde, die es sich durchaus leisten könnten, Schnürsenkel bei Hermes zu kaufen. Im Dollar Store lassen sie’s kurz vor dem Rückflug nach Deutschland noch einmal richtig krachen.

Costco: Viel für wenig

Walmart war gestern. Wer’s gerne riesig hat, geht zum Shoppen zu Costco. Einkauf nur mit Ausweis möglich. Kein Problem: Ich kenne Keinen, der nicht Irgendeinen kennt, der einen Costco-Pass besitzt. Auf einer Verkaufsfläche, die das Wembleystadion wie einen Kinderspielplatz erscheinen lässt, gibt es beste Qualität zu Schleuderpreisen: Obst, Reifen, Popcorn, Bier und Staubsauger. Ein Kilometer Salami zu $ 2.20. Der Doppelzentner Backpulver für einsfünfzig. 15 Gallonen O-Saft: zwei Bucks. Oder so ähnlich. Die Auswahl ist riesig. Nur früher war irgendwie mehr Lametta.

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