Achtung, Blog-Fieber!

Um mich herum ist ein bisschen das Blog-Fieber ausgebrochen. Nach meinem Kollegen Gerd aus Ottawa hat sich jetzt auch mein Freund Philipp aus Heidelberg als fleißiger Blogger geoutet. In seinen brainbits geht es um e-learning, aber auch um digitale Tools und Trends. Beide Blogs kann ich den geneigten Leserinnen und Lesern meiner eigenen Internet-Spielwiese wärmstens empfehlen.

Mein Kollege Gerd war der Erste, der auf den Geschmack gekommen ist. Sein Iceblog gehört inzwischen zu meiner täglichen Lektüre.

Auch Oskar, ein Uraltkumpel aus Waiblinger Zeiten, hat Blogblut geleckt. Er fragt an, wie so ein Blog funktioniert, wer da alles klickt und überhaupt, wie viel man damit verdienen kann. Die letzte Frage, die Oskar übrigens nur sehr beiläufig angeschnitten hat,  ist schnell beantwortet: nichts. Ich verdiene keinen Cent mit meinem Blog. Mir macht es einfach Spaß, Episoden aus meinem kleinen Leben niederzuschreiben und sie mit anderen Menschen, die sich dafür interessieren, zu teilen. Für mich ist dieser Blog eine Art digitales Tagebuch.

Wenn ich große Worte wählen würde, könnte man es auch als ein Dokument der (meiner) Zeitgeschichte bezeichnen. Und natürlich ist so ein Blog auch ein bisschen Therapie-Ersatz. Wie oft soll ich meinem Friseur noch erzählen, dass das Gesundheitssystem in Kanada krankt und die Schlaglöcher in unserer Straße demnächst die Größe von Mallorca haben? Da verzichte ich doch lieber auf die Couch beim Psychologen und texte meine Blogleser zu.

Meine persönliche Klickparade: Deutschland – Kanada – USA

Ich bin immer wieder überrascht, wer hier alles mitliest. Und vor allem, aus welchen Ländern diese Leserinnen und Leser kommen. Aus Deutschland, Kanada und den USA ohnehin. Aber auch aus skandinavischen und asiatischen Regionen kommen viele Klicks, immer häufiger auch aus Südamerika und Australien. Die bisher einzigen Klicks aus Afrika hat mir mein Berliner Freund Klaus beschert. Der weilte in Tunesien im Urlaub und hatte offensichtlich Spaß daran, seine Kameltouren zwischendurch mit Mausklicks zu unterbrechen.

Über die Zahl der Leser gibt es wenig zu sagen. Die Zählmaschine, die WordPress in das Administrationstool des Blogs eingebaut hat, ist sehr ungenau. Außerdem, so habe ich mir mal von einem richtig bekannten Blogger sagen lassen, sollte man mit Klickzahlen nicht hausieren gehen. Deshalb nur so viel: Die Zahl derer, die meinen Blog lesen, schwankt und ist interessanterweise auch nicht vom Thema abhängig. Eher vom Wetter. So hatte ich gestern, an einem regnerisch-kühlen Maitag in Deutschland, ungleich mehr Besucher als an sonnigen Tagen. Deshalb der Klickknick.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele Regentage. Und meinem Blog auch.

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