Kanada – Ein Länderportät

Es kommt ganz selten vor, dass ich ein Kanada-Buch guten Gewissens empfehlen kann. Das Buch, das vor einigen Tagen druckfrisch aus Berlin angeflattert kam, bildet da eine rühmliche Ausnahme. „Kanada – Ein Länderporträt“ ist ein kleines Juwel. Der Autor Marcus Funck versteht es, mit Charme und Esprit die Befindlichkeiten dieses Landes zu beschreiben. Dabei wartet er sachkundig mit Details auf, die Respekt verdienen.

Bücher über Kanada zu lesen, gehört zum Alltag des Korrespondenten. Nicht immer ist es eine Freude, aus anderer Leute Feder lesen zu müssen, in was für ein grottiges Land es mich da verschlagen hat. Oder wie „unendlich“ die Wälder seien, die „das zweitgrößte Land der Erde“ von „Küste zu Küste“ zu bieten hat.

Dr. Marcus Funck, der hier sieben Jahre gelebt und gearbeitet hat, beschreibt diese Klischees zwar alle auch. Aber er tut das auf eine sympathisch-authentische Art, der man beim Lesen anmerkt, dass er für die Fakten-Recherche nicht Wikipedia zum Glühen gebracht, sondern diese Fakten weitgehend selbst eruiert und zusammengetragen hat.

Mit dem „Porträt“ hat sich der Autor eine journalistische Stilform ausgesucht, die ihm literarisch alle Freiräume der Welt lässt. So gesehen passt diese Stilform hervorragend zu Kanada. Endlich ein Länderporträt, das mehr ist als ein Reiseführer. Es ist ein farbig geschriebenes, lesefreundliches Faktenbuch, randvoll mit Informationen über Kanada, bei dessen Lektüre es endlich mal nicht staubt wie bei einem Ritt durch die Prärie.

Kanada – Ein Länderporträt

Marcus Funck

Ch. Links Verlag, Berlin

ISBN 978-3-86153-690-1

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