Von Puigpunyent nach Calvià

banner2Wer es schafft, Puigpunyent [putʃpuˈɲɛnt] richtig auszusprechen, wird auch keine Mühe haben, die Wanderung von diesem bildhübschen Zungenbrecher aus ins knapp zehn Kilometer entfernte Calvià zu stemmen.

Wie im richtigen Leben geht es auch hier mal bergauf, dann wieder bergab. Und wenn der Wanderführer noch so oft behauptet, in zweieinhalb Stunden sei alles geritzt, sollte man sich gute vier Stunden gönnen, um diese herrliche Strecke hinter sich zu bringen.

Fast parallel zu dem idyllischen Bergdorf Galilea geht es an Olivenhainen, Zypressenalleen und erdigen Gehöften vorbei, für die der Begriff der neudeutsch-mallorquinischen Fincafast zu schade ist. Schickimicki läuft hier nicht.

Bis man den Villenvorort von Calvià erreicht.

Sollen die Protzbauten beeindrucken wen sie wollen – bei mir schaffen sie es nicht. Da kann der Elefant, der die Einfahrt bewacht, aus noch so schönem Marmor sein. Vielleicht ist er auch aus Gips. Bei Geschmacksverirrung spielt das Material keine Rolle.

Am schnuckeligsten ist Calvià dort, wo das richtige Leben spielt: im Ort selbst. Mit Cafés, in denen richtige Menschen sitzen und Tavernen, die ein Menü zum Schnäppchenpreis servieren, inklusive dem besten Rosé, den mir meine Lieblingsinsel bisher kredenzt hat.

In diesem Bilderbuchflecken wird ein Leben auf Mallorca plötzlich vorstellbar. Hier gibt es zwar kein Meer, aber Menschen, die anderen Menschen ein bon dia zurufen, das so einladend und freundlich klingt, dass man am liebsten seinen Rucksack für immer hier parken und von jetzt an nur noch Sonnenuntergängen im nicht allzu fernen Paguera zugucken möchte.

Zugegeben: Zur guten Stimmung während der Wanderung von Puigpunyent nach Calvià hat auch das Wetter beigetragen. Es war der schönste Tag seit unserer Ankunft vor zwei Monaten. Mit lauen Frühsommerwinden, die es schafften, das Thermometer zeitweilig auf 24 Grad hochzublasen.

Danke für die Begriffsdefinition einer Userin aus dem Mallorca Forum:Der Begriff „Finca“ hat nichts „Neumodisches“. Eine Finca ist sowohl ein Mehrfamilienhaus in der Stadt, als auch ein Stück Land, welches eigentlich als finca rústica bezeichnet wird. Darauf können oder können auch nicht Häuser, bzw. Gehöfte stehen, oder Jagdhütten, oder Refugien, oder….. schicke Domizile. Die Unterteilungen nennen sich dann „Finca agrícola“ bei Gemüse, Zitronen, Orangenanbau, etc…, „Finca ganadera“ bei Weideflächen, „Finca forestal“ wenn es sich um die Produktion und Kommerzialisierung von Holz handelt, oder „Finca cingética“ auf denen werden Groß – und/oder Kleinwild gejagt.“

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Ein Gedanke zu „Von Puigpunyent nach Calvià

  1. Ja,ja das Leben kann so schön sein, wenn man es zu leben versteht. Ihr könntet es nicht besser haben, als in einer herrlichen Umgebung mit Wärme und Sonnenschein zu sein.
    Der Sommer wird auch hier wieder einziehen und dann gibt es bbq im Garten !

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