Zum Heulen: Letterman geht!

Copyright: CBS

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Irgendwann Anfang der 80er-Jahre – ich war gerade nach Montreal gezogen -, fing ich an, mich für einen Mann zu interessieren. Es war kein schöner Mann, auch kein besonders sympathischer. Eher einer von der Sorte, die man am liebsten ungegrüsst an sich vorbeiziehen lässt, wenn man sich im Supermarkt trifft oder auf der Straße.

Aber irgendwie konnte ich mich der Faszination dieses Mannes nicht entziehen. Sein Witz war schräg und manchmal ziemlich derb. Sollten andere doch Mainstream gucken. Ich stand auf den großen Dürren mit der Zahnlücke: David Letterman.

letterman

September 2001: Der Autor am Ed Sullivan Theatre zur ersten Letterman-Show nach 9/11 © Bopp

Heute Abend läuft im amerikanischen Fernsehen zum letzten Mal die „Late Show“ – nach mehr als 30 Jahren. Grund, sich mit einer Bloghausgeschichte von David zu verabschieden. Und von einem denkwürdigen Besuch der „Letterman Show“ am New Yorker Broadway zu erzählen.

Anders als der grosse Johnny Carson, der sich in seiner „Tonight Show“ gerne selbst zelebrierte, ging Letterman Abend für Abend Dingen auf den Grund, die man einfach wissen musste, um mitreden zu können, wenn man in Nordamerika lebte.

So war nie zuvor einer auf die Idee gekommen, vor einem Millionenpublikum zu testen, ob ein Sixpack Cola-Light tatsächlich leichter sei als eine Sechserpackung Cola-Classic. Was lag da näher als zu später Stunde eine Kiste Coladosen vom Empire State Buildung auf die Strasse knallen zu lassen? Surprise, surprise: Die Light-Version brauchte nicht länger als die klassische.

Und dann kam der 11. September 2001.

„Dave“, wie wir Letterman-Fans unseren Meister nennen dürfen, war der erste unter den amerikanischen Comedians, der sich nach den Teroranschlaegen wieder ins Fernsehen wagte. „Warum nicht?“, sagte er sieben Tage nach 9/11. „Amerika hat das Lachen doch nicht etwa verlernt“.

Von der ersten Reihe des Ed Sullivan Theatre aus, in dem viele Jahre zuvor der Grundstein für den Siegeszug der Beatles durch Amerika gelegt worden war, wurde ich am Abend des 18. Septembers 2001 Zeuge des vielleicht schwierigsten Auftritts David Lettermans.

Die Reportage darüber finden Sie  >>> HIER <<<

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