Markt mit Menschen und Tieren

Seit neun Jahren verbringen wir nun schon Teile des kanadischen Winters auf Mallorca. Dass wir bis heute eine der Hauptattraktionen der Insel noch nie besucht haben, hat einen Grund: Auf dem Wochenmarkt von Sineu werden neben Obst, Gemüse, Fleisch und Käse auch lebende Tiere verkauft – und das ist so gar nicht unser Ding.

Tiere hin oder her – heute haben wir uns nun endlich ins Getümmel gestürzt. Der Markt ist riesig und erstreckt sich über den gesamten Ortskern der 3000-Einwohner-Gemeinde Sineu. Und tatsächlich bieten, soweit man das als Besucher beurteilen kann, auch „echte mallorquinische Bauern“ ihre Produkte an.

Der Ort selbst liegt genau in der Mitte der Insel. Wir haben, wie üblich, öffentliche Verkehrsmittel gewählt, um dort hin zu kommen. Die Bahn in Richtung Manacor benötigt, einschließlich einmal umsteigen, von Palma aus etwas mehr als eine Stunde.

Die Pfarrkirche Nuestra Senyora de los Angeles thront imposant über dem Dorf. Sie wurde 1248 erstmals geschichtlich erwähnt, war aber, wie das so oft auf Mallorca der Fall ist, genau zu unserer Besucherzeit geschlossen.

Es herrschten fast hochsommerliche Temperaturen, entsprechend voll waren die Straßen des kleinen Dorfes, als wir am späten Vormittag dort ankamen. Es waren überwiegend Touristen aus Deutschland, Frankreich und Skandinavien, die oft Mühe hatten, sich zwischen den Hunderten von Marktständen einen Weg zu bahnen.

Ein Vergleich zu unserem Lieblingsmarkt in Santa Maria sei erlaubt: Die meisten landwirtschaftlichen Produkte waren in Sineu billiger als in Santa Maria, das nur wenige Kilometer außerhalb von Palma liegt. Die Auswahl an Wurst, Schinken, Käse, Obst und Oliven ist in Santa Maria jedoch größer.

Zwei Dinge hat Sineu, auf die ich liebend gerne verzichten könnte:

Als Straßenmusik-geschädigter Altstadtbewohner von Palma fand ich die diversen Bands, die den Marktplatz beschallten, schlicht zu laut und teilweise auch qualitativ unterirdisch.

Dass ich kein Freund von eingepferchten Lebenttieren bin, die in der Sommerhitze auf einen Käufer warten, versteht sich fast von selbst. Deshalb gibt’s davon auch keine Fotos in der Bildergalerie.

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