Der Beginn einer großen Liebe

Valentinstag: Zeit, um über die Liebe zu reden. Unsere Liebe zu Mallorca fing ganz harmlos an. In einem unscheinbaren Hotel über den Dächern von Palma. Das Jahr: 2008. Der Monat: November. Das Hotel: „Augusta“. Seit diesem Herbsturlaub vor zehn Jahren sind wir jedes Jahr zurück gekommen. Nicht immer ins „Hotel Augusta“, aber immer wieder nach Mallorca. Heute machten wir eine Memory-Tour zu dem Hotel, in dem alles anfing.

Der Auftakt war damals wenig verheißungsvoll. Im Shuttle, der uns vom Flughafen zum Hotel brachte, saß vor uns ein Paar aus dem Schwäbischen. Die Beiden kannten sich wohl genauso wenig aus wie wir. „Jetzt mach me no net schwach!“, flüsterte der Mann seiner Begleiterin erschüttert ins Ohr, als der Bus vor unserem Hotel anhielt. Der Schwabe, so viel war klar, hatte befürchtet, ER sei an seinem vermeintlich schrecklichen Ziel angekommen und nicht wir.

Zugegeben: Ich hatte schon in besseren Hotels übernachtet. Aber schlimm war es überhaupt nicht. Was den Schwaben vermutlich zu seinem bissigen Kommentar veranlasst hatte, war weniger unser Hotel selbst, sondern eine riesige Bauruine daneben. Willkommen in Spanien!

Der Rest war toll. Die kleine Suite mit der winzigen Küche. Das Frühstücksbüffet mit dem freundlichen Kellner, dessen Namen ich mir bis heute merken kann: „Pablo“ – was sonst? Wir sind schließlich in Spanien.

Die Idee, nicht mehr Winterlurlaub in Kuba, Mexiko oder auf der DomRep zu machen, war von meiner Schwester gekommen. „Du isst doch gerne, magst alte Städte, hast es gerne warm, bist gerne am Meer. Und ein bisschen Spanisch kannst du auch“.

Klar, was lag da näher, als von Kanada nach Mallorca zu fliegen, um hier Urlaub im November zu machen?

Was uns Irmtraud nicht verraten hatte, war, wie wunderschön diese Stadt, wie zauberhaft diese Insel und wie liebenswert die Menschen sind, die dort leben. Wir waren überwältigt.

Zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkundeten wir erst die Stadt, dann die Insel. Und fanden schon bald unsere Lieblingskneipe: Die „Bar Bosch“. Dass der Wein dort weniger kostete als die Cola war nur ein Grund, warum es uns immer und immer wieder dort hinzog – übrigens bis heute.

Im „Hotel Augusta“, ganz in der Nähe des Einkaufszentrums „Porto Pi“, quartierten wir uns auch im Jahr darauf wieder ein. Danach war erst mal Schluss mit Hotels. Jetzt wohnten wir uns in diversen Apartments nach und nach durch die halbe Stadt. Von der Plaza de la Reina mit dem herrlichen Blick auf die Kathedrale über den Paseo Borne, dem Prachtboulevard von Palma, bis hin zum ehemaligen Pfarrhaus der Kirche San Miguel, ganz in der Nähe der Markthalle.

Schön war es überall. Dass wir heute in Can Pastilla überwintern und nicht mehr im wunderschönen Palma, hat nur einen Grund: Es war uns in der Innenstadt einfach zu laut geworden. Der Umzug ans Meer war eine tolle Idee. Wir lieben diese Location!

Heute also die Revival-Tour, fünf Kilometer zu Fuß zum Hügel hoch, wo das „Hotel Augusta“ in fast neuem Glanz erstrahlt. Das coole Innendecors passt gut zum frischen Äußeren. Und auch heute hat uns wieder der spektakuläre Blick über die Dächer von Palma, bis hinunter zum Yachthafen, fasziniert.

Nostalgisch? Keine Spur. Alles zu seiner Zeit. Und die Zeit für Mallorca ist immer. Und auch immer wieder.

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