Darf ich Sie mal kurz verzaubern?

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Der Sommer war lang und heiß. Die vielen Tage und Nächte im Blockhaus haben mich wieder zum Schreiben animiert. Einen der Texte möchte ich Ihnen heute als eBook ans Herz legen. „Der Große Luca“ ist ein Zauberbuch für Kinder und neugierig gebliebene Erwachsene. Sie können es bei Amzaon-Kindle herunterladen.

„Der Große Luca“ erzählt nicht nur die Geschichte eines italienischen Jungen, der zum berühmtesten Zauberer der Welt wurde. Das kleine eBook enthält auch viele bunte, spannende und skurrile Geschichten aus Montréal.

Schon viele Jahre ehe Harry Potter die Welt eroberte, hatte ich angefangen zu zaubern. Es ist nur ein kleines Hobby, aber eines, das mich von Anfang an gepackt hat. Der Blick hinter die Kulissen, die erstaunten Gesichter des Publikums, nachdem ein Trick gelungen ist (oder auch die verstörte Reaktion, wenn ein Trick mal daneben geht) – das alles fasziniert mich auch heute noch.

Höhepunkt meiner bescheidenen Zauberer-Laufbahn war der Besuch im „Magic Castle“ in Hollywod. Ein wahrhaft magisches Erlebnis, eine Nacht in einer kalifornischen Villa zu verbringen, in der viele der berühmtesten Magier der Welt angefangen haben, darunter David Copperfield.

Einen Blogpost darüber gibt’s hier:  >> KEIN SCHMU: ICH KANN ZAUBERN <<

Peter Snow ist ein bekannter Montrealer Zauberer – und seit vielen Jahren ein guter Freund von mir. Er war es, der mich vorigen Sommer auf die Idee gebracht hat, die Geschichte des kleinen Luca aufzuschreiben.

Auch über Peter und andere Montrealer Straßenkünstler gab’s hier schon einen Blogpost. Hier ist er:  >> BERUF: RASIERKLINGEN-SCHLUCKER <<

 

 

Zittern vor den Zombies

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Raus aus dem Busch, rein ins Gewimmel: Zombie-Time in Montreal. Kaum hatten wir uns für dieses Jahr von der Cottage am Lac Dufresne verabschiedet, da lockte schon wieder das richtige Leben.

Zwar ist Halloween erst in vier Tagen, aber wen juckt’s: Wenn’s was zu feiern gibt, sind die Quebecer immer zu haben.

Am jährlichen Zombie-Umzug durch die Montrealer Innenstadt nahmen Hunderte von Kostümierten (auf schwäbisch: „Mäschgerle“) teil.

Im Quartier des Spectacles, also da, wo das ganze Jahr über die Post abgeht, trafen sie sich an diesem ziemlich kühlen Abend zu einem Open-Air-Konzert.

Es wurde gebibbert und gezittert und getanzt und gejault. Wem danach war, durfte sich an einem Teller Kleinhirn bedienen – frisch aus dem Süßwarenladen.

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An Halloween-Parties gab’s im Laufe der Jahre keinen Mangel. Hier noch ein paar Fotos davon:

 

 

 

Und hier noch ein kurzes Video von CTV über den heutigen „Zombie Walk“ durch die Montrealer Innenstadt.

 

 

Kochen in der Cottage

IMG_7037 Morgen geht unsere 21. Saison im Blockhaus zu Ende. Wir haben im vergangenen Sommer und Herbst mehr Zeit als je zuvor in unserem kleinen Juwel am Lac Dufresne verbracht, zwei Autostunden nördlich von Montreal.

Das lag unter anderem an dem Jahrhundert-Sommer, den wir hier genießen durften. Während das Thermometer in Montreal oft auf 36 Grad anstieg, war es hier am See meistens sonnig und warm, aber nur selten heiß und schwül.

Wer monatelang mitten in der Natur lebt, 16 Kilometer vom nächsten Tante-Emma-Laden entfernt, zwar mit Strom, aber ohne fliessend Wasser, muss jetzt nicht unbedingt seine Ernährung umstellen. Aber er muss darauf achten, dass die Zutaten stimmen. Abfall soll es so gut wie keinen geben. Kompostieren ist nicht ganz ungefährlich. Der Geruch zieht wilde Tiere an.

Da es keine Autozufahrt zu unserem Blockhaus gibt, muss alles, das wir hier verbrauchen, über einen beschwerlichen Weg angeschleppt oder im Boot über den See gerudert werden.

Was wir im Laufe des Sommers so gebrutzelt, gekocht, gesotten und gebacken haben, finden Sie in der Fotosammlung weiter unten. Da fehlt es an nichts: Von Laugenbrezeln bis zu Bannock, von Linsensalat bis zu Kaiserschmarrn, von Kartoffelpuffern, Kässpätzle und Krautspätzle über Spaghetti Carbonara bis zu den Kohlrouladen, die auf dem Holzofen gemacht wurden. Auch Blaubeerküchle und Vietnamesische Suppen waren dabei. Und natürlich immer wieder Braten mit Spätzle, Schnitzel mit Kartoffelsalat usw.

Das Rezept für das Indianerbrot finden Sie übrigens  > HIER <

Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie es sich mit uns schmecken. Ab morgen bleibt die Cottage-Küche kalt. Dann wird wieder in der Stadt gekocht – nicht weniger lecker. Aber weitaus weniger beschwerlich. Und sogar mit fliessendem Wasser.

 

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Bannock – Brot der Indianer und Trapper

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Heute mal ein wenig Werbung

Es passiert nicht oft, dass ich hier für meine Bücher Eigenwerbung mache. Weil ich, wie einige von Ihnen wissen, seit einiger Zeit nicht mehr in den sozialen Medien poste und auch sonst keine Anzeigen schalte, sei mir ein bisschen Public Relations in eigener Sache gestattet.

Der MUTMACHER FÜR FREIE JOURNALISTEN ist in die 2. Auflage gegangen. Mein befreundeter Kollege Julian Bernstein hat mit mir zusammen ein paar längst fällige Korrekturen vorgenommen und auch verschiedene Details verändert. Das wirklich Neue: Das Buch, das bisher nur als eBook zu bestellen war, kann jetzt auch in gedruckter Version gekauft werden.

KLAPPENTEXT: Ratgeber gibt es viele. Dies hier ist ein Mutmacher für alle, die als Journalist frei arbeiten wollen. Herbert Bopp weiß, wovon er spricht. Er hat fast sein komplettes Berufsleben als Freier verbracht. Die meiste Zeit davon als Korrespondent für Kanada und Alaska, mit Sitz in Montréal. Er berichtete für alle Sender der ARD und die meisten großen Tageszeitungen und Magazine im deutschen Sprachraum. Als Onlinejournalist machte er sich durch seine Berichterstattung über die Terroranschläge von 9/11 einen Namen. Sein „New Yorker Tagebuch“ wurde mit dem „New Media Award“ ausgezeichnet. Zehn Jahre lang gab Bopp Seminare, unter anderem für den WDR, die ARD/ZFD-Medienakademie, ARTE und das Internationale Journalismus Zentrum Krems bei Wien. Seine Bilanz nach 45 Jahren als Honorarempfänger: Sie schaffen das! Vorausgesetzt Sie sind bereit, die extra Meile zu gehen. Graubrot backen die Festangestellten. Vom Freien erwartet man das Feingebäck.

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Meinen Roman DAS GIBT SICH BIS 1970 gibt’s ja bereits seit einigen Jahren als Download. Möglich, dass auch davon bald eine gedruckte Auflage auf den Markt kommt. Bis dahin empfehle ich weiterhin das eBook bei Amazon.

KLAPPENTEXT: Es gibt Geschichten, die beginnen mit „Tschüss“ und haben noch nicht einmal richtig angefangen. „Tschüss“ war das Letzte, das Mutter und Vater von ihrem Fünfzehnjährigen hörten, ehe er auf Reise ging. Was als eine Fahrradtour zu den Großtanten angekündigt war, endet in einem Roadtrip, der den Jungen per Anhalter durch halb Europa führt. In diesem vergnüglichen Roman geht es um Abschied und Heimkehr, um Liebe, Lüsternheit und Leidenschaft, aber auch um die große Freiheit und das kleine Abenteuer. Es geht um Schmerz, Trauer und Tod, um Lügen und Sex und um pralle Lebensfreude. Und auch um eine liebenswerte Hure aus Marseille, die einem Buben vom Land zeigt, dass Französisch mehr sein kann als nur eine schöne Sprache. Im Mittelpunkt dieses Romans steht ein bis über beide Ohren verliebter Teenager aus der Tiefe Oberschwabens, der – wenn schon nicht die Welt – dann zumindest das Herz einer schönen Spanierin erobern will. Es erwartet Sie ein Feuerwerk an Geschichten: Fröhliche, traurige, skurrile, runde, bunte, abenteuerliche und auch erotische. Viel Vergnügen!

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Und wenn wir schon dabei sind: Eine Bewertung bei Amazon – kritisch, positiv oder auch kritisch-positiv – ist immer erwünscht. Danke!

 

Keine Schadenfreude, bitte!

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„Sex sells“ und „Wetter geht immer“. Zwei Ansagen, die mir aus der Anfangszeit meiner Journalistenausbildung in Erinnerung geblieben sind. Den Sex denken wir uns jetzt mal. Reden wir also über das Wetter. Das geht in Kanada so: Vor dem Winter ist nach dem Winter.

Vor knapp einer Stunde, am 13. Oktober 2018 um 10:30 Uhr, wurden wir wieder einmal daran erinnert, wo wir eigentlich leben. Wir leben in einem Land, in dem nur Eishockey eine noch größere Rolle spielt als das Wetter. Es hat Schnee geregnet. Man nennt es Schneeregen.

Den geneigten Leserinnen und Lesern meines kleinen Blogs wird nicht entgangen sein, dass mein Verhältnis zum Schnee vergleichbar ist mit dem zu einem Irren in Washington. Ich hasse ihn. Und  den Anderen erst recht.

Weil auch Journalisten im Ruhestand noch so etwas wie eine Chronistenpflicht haben, stelle ich heute drei Fotos anheim: Das obere ist heute früh entstanden. Die beiden unteren vor sieben, bzw. siebzehn Jahren. Alle drei zeigen jeweils den ersten „Wintertag“. Wobei: Winter ist ein großes Wort für ein bisschen Schnee.

Einige meiner Blog-Leserinnen und –Leser im deutschen Sprachraum können sich vermutlich an Tagen wie diesen eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen. Ich weiss, bei Euch ist der Himmel heute blau und es hat 27 Grad. Aber auch das wird sich ändern. Denn der nächste Winter … naja, lassen wir das.

Schönes Wochenende allerseits!