Über Herbert Bopp

Deutscher Journalist bloggt aus Kanada. Lebt in Montréal, auf Mallorca und im Internet. Mag Kommentare am liebsten per Mail: bloghausmail@herbertbopp.com

Lissabon: Erster Stopp auf dem Weg zum Camino

Wer von Kanada aus den Camino de Santiago de Compostela wandern möchte, nimmt am besten den Nachtflug von Montreal nach Lissabon. Dort sind wir heute früh gelandet.

Ein strahlender Frühsommertag hat uns hier erwartet. Perfekt für eine zweistündige Stadtrundfahrt im Doppeldecker.

Wir bleiben hier nur eine Nacht, denn schon morgen geht es weiter in den Norden Spaniens, nach Bilbao. So nähern wir uns Schritt für Schritt dem rund 800 Kilometer langen Pilgerweg von Pamplona nach Santiago.

Lissabon ist riesig, fast drei Millionen Einwohner inklusive der Vororte, viel größer als ich es erwartet hatte. Ich kannte die Stadt nicht, Lore schon. Eine schöne Stadt zwar. Aber bereits nach wenigen Stunden stellen wir fest: Lissabon geht der mediterrane Charme ab, den wir als alte Spanienreisende seit zehn Jahren auf Mallorca lieben und schätzen gelernt haben.

Nach dem Camino wollen wir hier in fünf bis sechs Wochen noch ein paar Tage ausspannen. Bestimmt wird mein Urteil dann ausgewogener ausfallen als zu dieser Minute im Hotel, da mir nach genau 27 Stunden ohne Schlaf die Augen zufallen.

Essen gab’s auch schon. Gesalzener Bacalao an einem Bett von Bratkartoffeln, Eiern und Zwiebeln. Nicht jedermanns Sache. Aber es scheint hier wohl eine Art Nationalgericht zu sein.

Und sonst so? Habe ich einen ungebetenen Gast von Montréal nach Europa eingeschleppt. Eine fiese Erkältung, inklusive Bronchitis, will mir wohl den Spaß am Jakobsweg versalzen. Keine optimalen Startbedingungen also. Aber es sind ja noch ein paar Tage, ehe es los geht.

Übrigens: Wie neulich schon aus Kuba, tippe ich auch diesen Text wieder ins Handy. Gewöhnungsbedürftig und mühsam. Aber es hat geklappt.

Demnächst mehr. Camino, wir kommen!

Auf dem Weg zum Weg: Packen für den Camino de Santiago

IMG_2005In gut 24 Stunden sind wir auf dem Weg zum Weg. Von Montreal geht es nach Lissabon, dann weiter nach Bilbao und schließlich nach Pamplona. Dort beginnt für uns der Camino de Santiago de Compostela – und damit das Abenteuer unseres Lebens.

Ehe wir den ersten Schritt auf den Camino setzen, haben wir also schon mehr als 6000 Kilometer Anreise hinter uns.

Für die rund 800 Kilometer zu Fuß quer durch den Norwesten Spaniens nehmen wir uns zwischen fünf und sechs Wochen Zeit. Wenn’s weniger sind – prima. Ein bisschen mehr darf’s auch sein.

Zeit haben wir jede Menge. Was wir brauchen, ist körperliche Fitness. Und die hängt auch vom Gepäck ab.

Probepacken – das gab’s noch nie vor meinen Reisen. Auf dem Weg zum Camino ist alles anders. Jedes Gramm zu viel wirkt sich auf die Knochen aus. Es soll Leute geben, die aus Gewichtsgründen auf eine zweite Kreditkarte verzichtet haben.

Mein gepackter Rucksack, den mir Cassian noch von seiner Camino-Wanderung vor sechs JahrenIMG_2012 überlassen hat, wiegt genau sieben Kilo. Bei Lore sind’s zwei Kilo weniger. Am meisten wiegt der Wanderschlafsack mit 900 Gramm. Dafür sind schnell trocknende Spezialunterwäsche, ein Regencape, Wandersocken und das Handtuch aus Mikrofaser federleicht.

Neben den 25 Jahre alten Wanderschuhen kommen noch Sketchers in den Rucksack, außerdem Plastiksandalen für die Dusche. Fußpilz braucht keiner auf dem Camino. Bettwanzen übrigens auch nicht. Vorsorglich haben wir deshalb noch ein Spezialspray eingepackt, das uns in den Herbergen hoffentlich vor lästigen Käfern schützt.

Bei der Packliste waren vor allem zwei Dinge zu beachten: Das Gewicht und die Jahreszeit. Im März, April und Mai kann es tagsüber schon sehr warm werden, nachts dagegen noch immer eiskalt. Für beides sind wir kleidungsmäßig gerüstet.

Und was ist mit dem Handy?

„Nützt das Smartphone nur für den Weg oder zum Telefonieren. Alles aus dem Netz beschäftigt unser Hirn noch lange nach der Aufnahme“, schreibt die Freundin, die es mit ihrem spirituellen Input gut mit uns meint. Leider muss ich sie enttäuschen. Mein Blog ist mir heilig. Also werde ich Berichte und Fotos immer mal wieder zwischendurch vom iPhone hochladen.

Wir sind also bereit. Die virtuelle Anteilnahme an unserem Projekt ist groß. Freunde, Bekannte, Kolleginnen und Kollegen schreiben, rufen an, melden sich per Whatsapp. Ich kann mich nicht daran erinnern, vor irgendeiner Reise in eine noch so exotische Ecke der Welt je so viel Interesse von außen verspürt zu haben. Lores Erklärung macht Sinn. Es muss mit unserem Alter zu tun haben. Und daher etwas mit dem Ausloten von Grenzen.

Tipps und gute Wünsche sind in den letzten Tagen und WochenScreen Shot 2019-02-28 at 11.01.56 massenhaft bei uns eingetroffen – unter anderem von der oben erwähnten Freundin, der zu jeder Lebenssituation feine Gedanken einfallen.

So zum Beispiel auch dieser: „Sucht auf dem Weg nicht nach irgendetwas Wunderbarem. Erwartet es nicht wie einen Regenbogen. Je mehr Ihr sucht, desto weniger werdet Ihr finden“.

Wir suchen also nichts und lassen uns überraschen. Und wünschen uns von jetzt an „Buen Camino!“

Hirschtalgsalbe gegen Blasen

Camino-de-SantiagoSo viel Resonanz wie auf meine Ankündigung, demnächst den Jakobsweg zu wandern, gab es noch nie seit dem Bestehen dieses Blogs. Und das sind jetzt immerhin fast acht Jahre.

Dabei sind die Kommentare zum Blogpost nur ein kleiner Teil der Reaktionen. Es gab Anrufe, Facebook- und Instagram-Nachrichten, eMails und jede Menge Whatsapp-Messages. Einhelliger Tenor: „Ihr schafft das!“

Aufmunternde Worte kamen von ehemaligen Kollegen, Freunden und Bekannten. Aber auch von Menschen, denen ich noch nie im Leben begegnet bin.

Eine Blogleserin aus Thailand, die den Camino de Santiago de Compostella schon mehrfach gewandert ist, schreibt von „etwas Wunderbarem“, das wir uns da vorgenommen haben und hängt viele nützliche Tipps an („Füße wegen der Blasen Immer schön mit Hirschtalgsalbe eincremen“.)

Ein mir persönlich nicht bekannter Youtuber, ebenfalls zurzeit in Thailand unterwegs, gibt Trainigtipps: „Ich empfehle dir mindestens 2x vorher bei dir in der Region wandern zu gehen, damit du einen ordentlichen Muskelkater bekommst und dieser dann auf dem Jakobsweg ausbleibt“. Schon erledigt.

Eine Biberacher Jugendfreundin aus Sri Lanka schickt gute Wünsche und ein ehemaliger Chef, der zum guten Freund wurde, warnt zur Vorsorge: „Übernehmt Euch nicht, sondern genießt die Möglichkeit“.

Aufmunternde Worte landeten auch in meiner Mailbox von einer Ummendorferin, die jetzt in Las Vegas lebt.

Aber auch Fragen sind eingegangen. Zum Beispiel: „Wie lädst Du das Handy auf? Solar?“ Antwort: Mit einem Spezial-Ladegerät, das über zwei USB-Anschlüsse verfügt. Somit können wir beide Geräte gleichzeitig laden, denn Steckdosen sind in den Herbergen offensichtlich Mangelware. Ein Solar-Charger, wie ich ihn manchmal bei Tageswanderungen benütze, wäre für so eine Strecke schlicht zu schwer.

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist, wie viele der Menschen, die uns in den letzten Tagen kontaktiert haben, den Camino selbst schon gegangen sind, den Pilgerweg planen oder Leute kennen, die den Jakobsweg schon hinter sich gebracht haben.

Selbst hier in Québec, 5000 Kilometer westlich von Spanien, gibt es unter unseren Freunden und Bekannten nur wenige, die mit dem Begriff „Camino de Santiago de Compostela“ nichts anfangen können. Die Mutter des Nachbarn zur Rechten ist ihn schon gewandert und auch die Nachbarin zur Linken stellt mir ihre Freundin vor, deren Schwester ihn schon absolviert hat. Auch wenn es oft nur einzelne Etappen sind, die  Freunde und Bekannte zurückgelegt haben, gilt ihnen mein Respekt.

Ganz in der Nähe von uns, mitten in Montreal, gibt es sogar einen Laden, der ausschließlich Jakobsweg-Pilger ausrüstet. Von den richtigen Socken bis zur geeigneten Unterwäsche – im „Centre La Tienda, d’ici à Compostelle“ findet man fast alles.

Allen, die uns so aufmunternd unterstützen, möchte ich an dieser Stelle danken. Eure Gedanken tun gut!

„Hobn’s wos ausgfress’n?“ Auf dem Jakobsweg durch Spanien

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Pilgerpässe mit Jakobsmuschel.

Wenn Mann gerade den Siebzigsten gefeiert hat und Frau auch nicht mehr weit davon entfernt ist, kommt man schon mal ins Grübeln, was man sonst noch so alles mit seinem kleinen Leben anstellen könnte. Unsere Bucketlist bekommt demnächst ein Häkchen mehr: Wir wandern den Jakobsweg quer durch Spanien.

In genau einer Woche geht es los. Es ist ein ehrgeiziges Projekt und natürlich weiss keiner, ob wir es auch tatsächlich schaffen werden. Aber wir haben es uns fest vorgenommen, auch wenn ein Plan B immer im Rucksack schlummert.

760 Kiometer von Pamplona nach Santiago

Von Pamplona bis nach Santiago de Compostella sind es 760 Kilometer. Wenn alles klappt, werden wir um Ostern herum am Ziel sein. Irgendwann quer durch Spanien zu wandern – das hatten wir uns schon vor vielen Jahren vorgenommen – lange noch bevor Hape Kerkeling dann mal weg war.

Aber wie das so ist im Leben: Entschuldigungen, Dinge nicht zu tun, gibt es immer. JetztScreen Shot 2019-02-28 at 11.01.56 gibt es keine mehr. Mit dem Flieger geht’s von Montreal nach Lissabon und dann nach Bilbao. Von dort aus weiter mit dem Bus nach Pamplona. Hier kann die Pilgerreise beginnen. Gerne hätten wir mit unserem Fußmarsch schon in Saint-Jean-Pied-de-Port auf der französischen Seite der Pyrenäen angefangen. Aber die Gefahr, dass dort um diese Zeit noch Schnee liegt, ist groß. Die Strapazen einer Eiswanderung wollten wir uns nach einem der kältesten kanadischen Winter seit vielen Jahren dann doch nicht antun.

Hotels, Herbergen oder doch ins Kloster?

Wie viele Kilometer wir uns am Tag zumuten können, wird sich zeigen. Zwischen 18 und 25 werden es sein, manchmal weniger, vielleicht auch mal mehr. Ob wir in Hostels, Klöstern oder Pensionen übernachten, steht ebenso wenig fest wie die Entscheidung, ob wir von Santiago aus noch einen Abstecher ans Ende der Welt machen werden.

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760 Km von Pamplona nach Santiago de Compostella

Finisterre liegt zwar nicht mehr am Jakobsweg, gilt aber bei vielen Wanderern als das ultimative Highlight der Strecke. Auch Cassian hat damals nicht in Santiago aufgehört, sondern marschierte einfach noch 100 Kilometer weiter in Richtung Meer, zum Kap Finisterre.

Wir wollen den Mund nicht zu voll nehmen

Überhaupt war unser Sohn stets ein guter Motivator, wenn es um die Vorbereitungen für die Wanderung unseres Lebens ging. „Ihr schafft das!“, sagte er während der letzten Wochen und Monaten immer dann, wenn Zweifel bei uns aufkamen. Und Zweifel gibt es vor so einem Unterfangen jede Menge. Es wäre vermessen, den Mund zu voll zu nehmen, noch ehe der erste Schritt gewandert ist.

Die Vorbereitungen für unsere Wanderung laufen schon seit Monaten. Auch wenn wir uns körperlich fit fühlen, muss jedes Gramm Gepäck gut überlegt sein. Wegen der Gewichtsersparnis verzichten wir sogar auf einen gedruckten Wanderführer. Das Kartenmaterial gibt’s als Handy-App im Internet.

Das Leben passt in einen Sieben-Kilo-Rucksack

Mein Rucksack wird genau sieben Kilo wiegen – mehr nicht. Wochenlang sieben Kilo auf dem Rücken – das wird eine logistische Herausforderung, der ich mich in meinem Leben noch nie stellen musste. Ob in Alaska, Südamerika, Australien oder Nordafrika – was gebraucht wurde, kam in den Koffer. Nicht so bei dieser Wanderung. Hier ist weniger mehr.

Das fängt bei einem extrem leichten Rucksack an und hört bei Spezialsocken auf, die nicht nur federleicht sind, sondern auch rutschfest. Blasen an den Füßen könnten unseren Plan von einer Stunde auf die andere zunichte machen. Bettläuse übrgens auch.

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25 Jahre alt und noch immer dabei.

Und natürlich steht und fällt so eine Wanderung mit dem richtigen Schuhwerk. Ich habe mich für meine alten kanadischen Hiking Boots entschieden. Die hatte ich mir vor genau 25 Jahren für eine Bushwalking-Tour in Australien angeschafft. Im Gegensatz zu den Wanderhosen von  damals passen die Schuhe noch immer.

Für Vaters wollene Unterhosen ist im Rucksack kein Platz. Es musste Spezialunterwäsche her, die kaum ins Gewicht fällt und vor allem schnell trocknet.

Wir haben uns vorgenommen, den Jakobsweg ohne vorherige Hotelbuchungen zu wandern. Auch auf den von vielen Pilgern gerne in Anspruch genommenen Gepäcktransport von einem Hostel zum anderen wollen wir verzichten. Frei sein heißt, den Tagesablauf selbst zu bestimmen. Den Takt geben die körperliche Tagesform und das Wetter vor. Schaffen wir es, werden wir uns einen Uralt-Traum erfüllt haben. Schaffen wir es nicht, haben wir es wenigstens versucht.

Kein Platz für den Laptop: Gebloggt wird mit dem Handy

Ich werde versuchen, über den Verlauf der Wanderung zu bloggen. Auch hier: Kein Laptop, nicht einmal ein Tablet hat im Gepäck Platz. Texte und Fotos werde ich nach Möglichkeit auf dem Handy hochladen.

Warum tut man sich mit 70 noch so eine Strapaze an? Vielleicht, weil es Zeit wird, noch einmal seine Grenzen auszuloten. Für mich wird es jedenfalls die größte körperliche Herausforderung meines Lebens.

Ein Bayer in Kuba: „Hobn’s wos ausgfress’n?“

Und wie sieht’s mit dem Spirituellen aus? Wer immer dort oben Regie führt, ist uns recht. So gesehen sind wir vielleicht nicht die typischen Pilger, auch wenn es letztendlich doch eine Pilgerwanderung sein wird. Es heißt, der Jakobsweg hinterlasse bei allen seine Spuren.

Ein 80jähriger Bayer, dem ich neulich in Kuba von unseren Plänen erzählt habe, brachte das Thema mit einer wunderbaren Frage auf den Punkt: „Hobn’s wos ausgfress’n?“

Wetter und Live-Webcam in Pamplona gibt’s   >> HIER <<

Hitler, Havanna und eine Eisbahn

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Spaß auf fast 8 Km Länge: Der zugefrorene Rideau-Kanal in Ottawa. Foto: Bopp

Dieser Winter hat es in sich. Im Oktober die ersten Schneeflocken, danach Eisregen und Kälterekorde von bis zum minus 37 Grad. Und dann der Februar – einer der schneereichsten in der Geschichte von Québec. Und kein Ende in Sicht. Ausgerechnet so einen Winter haben wir uns also nach zehn Wintern auf Mallorca zum Daheimbleiben ausgesucht.

Ein extrem harter Winter wie dieser erhöht den Leidensdruck. Der war zwischendurch so groß, dass wir nach Kuba geflüchtet sind. Dort war mitten im Winter Hochsommer. Zumindest haben wir es so empfunden. Havanna war heiß und schwül und überhaupt faszinierend.

Und jetzt? Stecken wir wieder mitten im kanadischen Winter. Mit Eis und Schnee und Wind. Keine Krokusse weit und breit. Danke, Instagram, für die hübschen Frühlingsfotos. Die haben mir gerade noch gefehlt.

Aber weil sich diese nicht enden wollende Jahreszeit ja nicht etwa wie ein falsches Zitat per Löschtaste wegdrücken lässt, machen wir wie immer das Beste daraus.

Vorigen Sonntag ging’s ins zweieinhalb Autostunden entfernte Ottawa. Wie gut, wenn man Freunde hat, die nur einen Steinwurf entfernt von der längsten natürlichen Eisbahn der Welt leben! Fast acht Kilometer lang ist der zugefrorene Rideau-Kanada. Toll, wie es die Bundeshauptstadt schafft, die Bahn in Schuss zu halten, so dass eine Million Besucher im Jahr ihre Freude daran haben.

Und sonst so? Ist man um diese Jahreszeit viel in der Montrealer „Underground City“. unterwegs. Im Bauch der Stadt meines Herzens wurde im Laufe der Jahrzehnte eine mehrstöckige Stadt unter der Stadt angelegt. Mit mehr als tausend unterirdischen Geschäften, Restaurants, U-Bahnhöfen, Kinos, Hotelkomplexen, Universitäten und sogar Kirchen. Bei angenehmen Temperaturen könnte man glatt vergessen, dass man in einer der kältesten Großstädte der Welt lebt.

img_1432Weil jedoch irgendwann auch die größte Ansammlung von noch so coolen Boutiquen ihren Reiz verliert, behilft man sich mit Netflix-Serien, Hörbüchern und sogar einer WDR-Produktion aus der Meditahek.

Faszinierend fand ich eine „Planet Wissen“-Sendung zum Thema Kuba. Weil mich seit unserer Rückkehr aus der Karibik hoffnungslos das Kuba-Fieber gepackt hat, wurde nahtlos von der Krimiserie „Four Seasons in Havana“ zu einer Dokureihe über die Geschichte der Zuckerinsel gezappt.

„The Cuba Libre Story“ versucht Antworten auf die Frage zu geben, die wohl jeden Kuba-Touristen umtreibt: Wie war das eigentlich damals genau mit Fidel Castro, Che Guevara und all den anderen Revoluzzern, die Kuba zu dem gemacht haben, was es heute ist? Der Mythos Havanna lebt – nicht nur im Film.

Das Hörbuch, mit dem ich mir eher nebenher den Winter verkürze, verblasst freilich im Vergleich zu der emotionalen Wucht, die Kuba bei mir ausgelöst hat: „A Fatal Grace“ aus der Feder der ehemaligen CBC-Kollegin Louise Penny, lässt Chief Inspector Gamache unweit von Montreal einen kniffligen Fall auflösen.

Zu den Audio-Highlights dieses Winters gehört ein spannend gemachter Podcast: In „Faking Hitler“ geht es um die gefälschten Hitler-Tagebücher, die zu Beginn der 80er-Jahre für den größten Skandal der deutschen Mediengeschichte gesorgt haben. Der „Stern“ hat sich, so scheint es, von den Folgen des Fälscher-Skandals bis heute nicht ganz erholt.

Die ganz große Überraschung des Winters 2019 kommt jedoch noch. Nur so viel sei schon jetzt verraten: In weniger als drei Wochen geht es auf die wohl ungewöhnlichste Reise meines Lebens. Es wird spannend.

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Glauben Sie mir: Das, was Sie demnächst hier erwartet, wollen Sie nicht verpassen!

„Seit 70 Jahren auf der Piste …“

IMG_1863Siebzig werden ist ganz einfach. Man lässt sich von Eltern aufziehen, die es gut mit einem meinen. Ergreift einen Beruf, von dem man immer schon geträumt hat. Umgibt sich mit positiv denkenden Menschen. Tut das, wozu man Lust hat und reist dorthin, wo es einen hinzieht, nämlich immer der Nase lang.

Wenn man dann noch das Glück hatte, seine eigene kleine Familie gründen zu können, kann man den Siebzigsten entspannt feiern und freut sich auf die nächsten 70 Jahre. Oder so ähnlich.

Zum runden Geburtstag, den ich vor ein paar Tagen in Begleitung der wichtigsten Person in meinem Leben in Kuba begehen durfte, gab es jede Menge Glückwünsche. Gefreut habe ich mich über jeden einzelnen von ihnen. Ein paar davon finde ich so schön, dass ich daraus zitieren möchte:

“Du kommst nun langsam in meine Jahre und musst dem Ernst des Lebens in die verweinten Augen schauen, wobei dir dein schwäbisches Gemüt gute Dienste leisten wird, abgesehen von der Dreifaltigkeit deiner Familie, die dir, wenn notwendig, ein schützendes Bein stellt.” (Peter)

“Happy Birthday dem Geschichtenerzähler, Zauberer, Blogger, Gelegenheitsschauspieler, Buchautor, Gitarrero, Reisenden, stimmgewaltigen Radiomoderator, ewig Neugierigen und großen Menschenfreund wünschen wir zum 70. alles, alles Gute! Und vor allem bleib gesund, lieber Herbert. Damit Du weiterhin eine Art Vorbild sein kannst dafür, wie man in Würde und mit Stil älter wird und nicht alt, dabei immer offen bleibt für Neues, dazu tolerant und empathisch.” (Michael)

„70. Nur mit äusserster Anstrengung kann ich diese Zahl tippen. Unglaublich! Umso schöner, wenn man weiss, wieviel Du aus diesen Jahren gemacht hast und was Du noch vor hast.“ (Frank)

„Wir wünschen Dir noch viele schöne und gesunde Jahre, uns allen miteinander. Auf dass unsere Freundschaft bestehen bleibt, egal was das Schicksal uns beschert“. (Christa und Günter)

“Alles Liebe und Gute für die nächsten 70. Lass es richtig krachen, denn …. das Leben ist zu kurz für Knäckebrot!.” (Sandra & Nico)

„Wir senden Dir die fröhlichsten, empathischsten, nachhaltigsten und knuddeligsten Geburtstags- und Zukunftswünsche, die Du Dir vorstellen kannst!“ (Dorothee & Charly)

Heisse Dich herzlich willkommen in meinem ganz neu gegründeten Club der 70-er. Nachdem ich bisher das einzige Mitglied war, freue ich mich schon sehr über den Zuwachs! Und dann auch noch Du!” (Uli)

„Du hast eine tolle Familie, gute Freunde und ein Leben, das reich an Erinnerungen und gleichzeitig immer noch spannend und abwechslungsreich ist. Solange dir dein Interesse an den Menschen und deren Geschichten erhalten bleibt, mache ich mir auch keine Sorgen, dass sich das ändern wird! In diesem Sinne, auf ins nächste Jahrzehnt“ (Ralf)

“Klar fällt es anfangs etwas schwer, sich mit dem Siebener anzufreunden, aber daran gewöhnt man sich. Du gehörst jetzt zu einem elitären Club, dem nicht jeder beitreten kann!” (Wolfgang)

“The earth has spun around the sun 70 times since the day you were born – I love to think of birthdays in those terms! And your time on this planet has been spent experiencing, appreciating, and documenting so much of what the world has to offer… So that you can offer it up on a silver platter (in the form of an article, a blogpost, a radio segment, or a lively story around the dinner table) for those around you to savour and enjoy. What a simultaneously enriching and generous way to live one’s life!” (Kaia)

„Happy 70th to someone who knows how to squeeze every drop out of life.“ (Marjolaine)

Und dann war da noch einmal der eingangs zitierte Peter, der Poet unter meinen Freunden. Er beruft sich in seinem Gedicht auf Eugen Roth und zeichnet sein Œuvre entsprechend:

 

                DER OLDTIMER

EIN MENSCH, der grade siebzig wird,

Ist mitunter leicht verwirrt:

Soll ich auf die Pauke hauen

Oder in die Ferne schauen?

 

Wie wär’s mit einer kleinen Reise?

Wir feiern auf bescheid’ne Weise.

Kuba wär‘ ein guter Kauf,

Die Oldies fallen dort nicht auf.

 

Palmenstrände ohne Ende

Die Musik, die ist Legende,

Der Rum kommt aus der Wasserleitung,

(Nur Spätzle finden kaum Verbreitung).

 

Die Autos bunt, wie manche Damen,

(Die Preise halten sich im Rahmen!)

An beiden wird viel retuschiert

Dass der Verkehr auch gut floriert.

 

Das Internet ist etwas schwächlich,

Kommunikation ist nebensächlich:

Die Gratulanten, via Bell,

Schicken Küsse, virtuell.

 

Sei mir gegrüßt, du alte Kiste,

Seit 70 Jahren auf der Piste;

Die Bremse funktioniert noch gut,

(Da ist die Lore auf der Hut!)

 

Und wenn der Body nicht pariert,

Dann wird er einfach neu lackiert.

Vorm nächsten TÜV ist dir nicht bange,

Die Marke hält bestimmt noch lange.

 

Du hast’s geschafft: du wirst bewundert,

Das gibt sich dann – vielleicht – mit hundert.

Dich kriegt so schnell wohl keiner tot:

Das wünscht dir herzlich EUGEN ROTH.“

******************

Allen, die an mich gedacht haben, auf diesem Wege herzlichen Dank! 

 

 

Havanna: Mehr Kontrast geht nicht

Wer unbedingt den Finger in die verwundete Seele eines lange geschundenen Volkes legen will, muss nach Havanna reisen. Dort, in der Hauptstadt Kubas, bietet sich dem Besucher ein bizarres Kontrastprogramm: Einstige Prachtvillen, abgemagert zu Skeletten, posieren zum Fotoshooting neben Luxushotels und Edelboutiquen von GUCCI und Louis-Vuitton.

Treppenhäuser, aus denen der faule Mundgeruch der Armut strömt, führen ins Nirgendwo. Oder auf Dachterrassen, zu denen der Tagestourist keinen Zutritt hat: Ein wirrer Mikrokosmos aus Operettenbühnen, Boxring, Spielhöllen, Kampfhahn-Arenen und Hurentreffs – Restbestände eines vorrevolutionären Hedonismus, wie ihn die Karibik bis dahin nicht kannte.

Jetzt ist er also auch hier angekommen, der Massentourismus, inklusive Kreuzfahrtschiffen. Dabei hatte es bei unseren früheren Besuchen, zuletzt vor elf Jahren, noch ausgesehen, als könnte sich die „Perle der Karibik“ noch einmal davonschleichen vor den Piraten im Tilleyhut.

Havanna wäre nicht Havanna ohne Hemingway. Touristen strömen in die unscheinbare „Bar Floridita“, wo der große Meister Daquiri-Runden schmiss, und ins Hotel „Ambos Mundos“, wo der Starautor domizilierte, wenn er nicht gerade auf Großwildjagd war oder Alte Männer und das Meer beschrieb.

In der Februarhitze suchen Hemingway-Fans dort nicht nur Schutz vor der karibischen Wintersonne. Gedanklich dürfen sie sich auch im Windschatten einer amerikanischen Edelfeder fühlen – und sei es nur auf einen minzgrün gestampften Mojito.

Verlässt der Tagesreisende diesen faszinierenden Moloch aus Mensch und Moder dann im Bus wieder Richtung Strandhotel, wird er noch einmal Zeuge einer verkehrten Welt, deren Ungerechtigkeit in den karibischen Himmel schreit:

Hunderte von Einheimischen warten an den staubigen Ausfallstraßen in der flimmernden Hitze auf kostenlose Mitfahrgelegenheiten. Hoffen auf gute Seelen, die arme Seelen wie sie auflesen, in ihren Rostmühlen verschlucken und nach ein paar Kilometern in den umliegenden Dörfern wieder ausspucken. Dort, wo ihre Familien auf den Monatslohn von bestenfalls 25 Dollar warten. Oder auf Tauschwaren, die im Hinterzimmer einer Bauruine ergattert wurden. Glühbirne gegen Mopedvergaser. Rohrzange gegen Strumpfhosen für die Mädchen. Oder Kopfwehtabletten für alle.

Dabei war den Seelen, den guten und den armen gleichermaßen, im real existierenden Sozialismus doch eine wunderschöne Welt versprochen worden, in der Jeder alles und Keiner nichts hat.

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Passend zum Kontrastprogramm, das die kubanische Hauptstadt seinen Besuchern bietet, zickte bei unserem gestrigen Besuch auch das Wetter.

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Nachdem sich die bleiernen Regenwolken vom Morgen verzogen hatten, gab der Himmel dann doch noch die karibische Sonne frei. Die spiegelte sich in voller Pracht auf den Kühlerhauben der Oldtimer, die glänzend damit kokettierten, als gebe es wieder einmal kein Morgen.

Aber es ist eigentlich egal: Ob heute, gestern oder morgen – den staunenden Zaungast lässt diese abgedrehte Szenerie ohnehin ratlos zurück.

Mehr Kuba. Mehr Strand. Mehr Meer.

Spaziergänge in Kuba enden fast immer irgendwo am Meer. So auch gestern wieder. Nach einem langen Marsch über den wunderbar feinen Sand der Strände von Varadero gab es noch ein paar Impressionen in dem kleinen Badeort, eineinhalb Autostunden von Havanna entfernt.

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Stadthaus in Varadero

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Zimmer zu vermieten

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Mojito mit frischer Minze

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Der Blogger am Strand

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Farbenpracht am Bau

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Bougainvillea

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Postamt von Varadero

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Hinterhof

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Restaurant mit Huhn und Katzen

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Der liebe Gott fährt mit

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Bungalow: Es leben die Fifties

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Die Revolution ist nie ganz vorbei

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Alte Prachtvilla

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Fidel lebt!

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Und immer wieder Meer …

Ein bisschen Cuba Libre

Wo fängt man an, wenn man über Kuba schreiben möchte? Bei den traumhaft schönen Stränden, die das fast unwirklich farbenintensive karibische Meer einfangen? Bei den vielen Oldtimern, die manches Museum der Welt mit Stolz erfüllen würden? Oder bei den tropisch heißen Wintern, die Eis und Schnee geplagte Snowbirds einfach nur in Verzückung geraten lassen?

Fangen wir bei den Menschen an. Der Kubaner an sich ist: meistens schön, selten missmutig und scheint mit sich und der Welt entweder wirklich im Reinen zu sein, oder er ist ein verdammt guter Schauspieler.

Die folgenden Beobachtungen stützen sich freilich weitgehend auf das Servicepersonal unseres Hotels und hier und da noch auf ein paar Smalltalks mit Kubanern auf der Straße. Zu mehr Kontakten reicht es in einer Touristen-Enklave wie Varadero leider nicht.

Es gibt diese natürlichen Berührungsängste zwischen uns, den einigermaßen verwöhnten Erstweltländlern, und Kubanern, die im Schnitt um die 20 $ im Monat verdienen. Ein paar Gastgeschenke wie Strumpfhosen, Kosmetika und auch ganz viel Trinkgeld wirken angesichts der Armut vieler Menschen hier geradezu lächerlich. Aber die Gesten sind willkommen und wirken, so mein Eindruck, alles andere als gönnerhaft.

Vieles hat sich seit unserem ersten Kuba-Besuch vor 33 Jahren verändert. War es Kubanern damals offiziell noch versagt, mit Touristen überhaupt Kontakt aufzunehmen, wirken die meist jungen Menschen, die mir hier begegnet sind, aufgeschlossen, offen und voller Stolz auf das, was sie bisher erreicht haben. Und das ist viel.

Dass sie es als sozialistisches Land zu einer führenden Tourismusnation in der Karibik gebracht haben, verdient Respekt.

An den schönen Stränden allein kann es nicht liegen. Schon eher am beeindruckenden Selbstbewusstsein einer oft geknechteten Gesellschaft, die sich, fallen gelassen von Moskau und anderen Verbündeten, nie an Amerikas Rockzipfel gehängt hat. Ohne Amis geht’s auch – eine Devise, die Weltverschlechterern wie Trump zum Nachdenken bringen müsste. Schade nur, dass Trumps Stärke nicht im Denken liegt. (Wo eigentlich?)

Die kubanische Psyche zu ergründen, ist eine Herausforderung, der ich mich in einem kurz mal ins iPhone getippten Blogpost nicht stellen möchte. Deshalb seien mir lediglich ein paar Beobachtungen gestattet:

Es gibt pflegeleichtere Tourismus-Destinationen als Kuba. Die schwierige Versorgungslage verlangt in erster Linie natürlich von den Kubanern selbst, aber auch vom Devisen bringenden Besucher einiges ab. Kompromisse sind deshalb unerlässlich. Die zaubern zwar auch keinen Kaffee aufs Zimmer oder einen Duschschlauch ins Bad. Vom zickigen Internet und nicht existenten Fernsehsignal ganz zu schweigen.

Fehlt uns deshalb etwas? Nicht wirklich. Erst recht nicht, wenn dich das Hotelpersonal mit dem entwaffnenden Charme des Karibik-Insulaners von sich aus auf die Missstände hinweist.

Das Essen, viel geschmäht unter Kuba-Touristen, ist besser geworden seit unserem ersten Besuch. Gab es damals noch die Wahl zwischen frittierten Bananen, verkochten Bohnen und halbgarem Reis, wird heute meist ordentliche Hausmannskost serviert.

Ein bisschen herrscht auch schon freie Marktwirtschaft. Cuba Libre auf Sparflamme. In dem Badeort Varadero sind jetzt vereinzelt Privatzimmer zu vermieten, es gibt Bars, Cafés und sogar einen Beatles Club“ – noch vor wenigen Jahren undenkbar.

Überhaupt Varadero: Was vor Jahren noch ein verschlafenes Kaff am Meer war, wird heute von Touristen überschwemmt. Die meisten von ihnen kommen aus Kanada, was nicht nur aus logistischen Gründen naheliegt. Auch ideologisch hat das Land bei den meisten Kubanern mächtig Eindruck gemacht. Kanada gehörte zu den ersten Ländern, die Kuba nach der Revolution helfend unter die Arme gegriffen haben. Das haben selbst junge Kubaner nicht vergessen

„Canada – best country in the world “ sagt der junge Dosensammler am staubigen Straßenrand. „Trump no good!“ Und natürlich sei er ein Fan von Justin Trudeau.

Wer kommt überhaupt nach Kuba, wo doch die Welt voll ist von wunderbaren Plätzen? Für Sozialromantiker hat Kuba als Urlaubsziel jedenfalls ausgedient.

Wer auf den Geist von Fidel Castro hofft, der Zigarren rauchend mit Ché Guevera diskutiert und von einem Daquiri trinkenden Hemingway unterbrochen  wird, darf weiter träumen.

Wer den morbiden Charme einer einst blühenden Karibikperle bestaunen möchte, hätte früher aufstehen müssen.

Wer Luxus pur sucht, ist in Kuba ebenso fehl am Platz wie der Tourist, dem es immer nur ums gute Essen geht.

Fakt ist: Kuba ist inzwischen im Massentourismus angekommen – ohne sich dabei gänzlich untreu geworden zu sein. Doch es gibt zwei Währungen im Land: Eine für die Kubaner, eine andere für Touristen. Real existierender Sozialismus sieht anders aus.

Alles in allem also eine Mischung, die es in dieser Art wohl nur noch selten in der Welt gibt.

Allein schon deshalb ist Kuba immer wieder einen Besuch wert.

Oldtimer-Paradies: Cars of Cuba

Wohl kaum etwas fasziniert Besucher in Kuba so sehr wie die legendären Oldtimer. Es sind Relikte aus vorrevolutionären Zeiten. Zwar waren Autos auch nach der Revolution noch gestattet. Aber nur, wenn sie vor 1959 gebaut wurden. Deshalb gehören Oldtimer auch heute noch zum Stadtbild der Zuckerinsel in der Karibik. Anbei eine kleine Auswahl von Fotos, die heute in Varadero entstanden sind.