Streifzug durch den Wilden Süden Touring Germany’s Wild South

Das Allgäu ist wie eine Wundertüte. Immer, wenn du glaubst, du hättest schon alles gesehen, tut sich wieder eine neue Facette dieser gesegneten Landschaft im Südwesten Deutschlands auf. Heute waren es die schneebedeckten Berge in der Gegend von Oberstaufen. Gestern die blühenden Wiesen zwischen Leutkirch, Ravensburg und Biberach. Lehnen Sie sich zurück, klicken Sie auf das Bannerfoto und genießen Sie diesen fotografischen Streifzug durch meine Heimat.


The “Allgäu” is like a grab bag. Whenever you think you have seen it all, a new facet of this blessed landscape in southwestern Germany appears in front of our eyes. Today it was the snow-capped mountains in the Oberstaufen area near the Austrian border. Yesterday I drove through the blooming meadows between Leutkirch, Ravensburg and Biberach. Lean back, click on the banner picture and enjoy this photographic journey through my homeland.


 

Leben wie Gott in Leutkirch

IMG_4286 2Wer das Glück hat, in seinem Freundeskreis gleich zwei Profiköche zu haben, lebt vielleicht nicht länger, aber besser. Beide haben uns während unserer Allgäu-Tournee mit Köstlichkeiten aus Küche und Keller beglückt.

Rudolf hat sich im Allgäu schon früh einen Namen als ein äußerst innovativer Koch gemacht. Der „Adler“ in Adrazhofen servierte jahrzehntelang Feinstes aus der Region. Als der etwas müde gewordene Küchenchef schon ans Aufhören dachte, spülte ihm das Schicksal noch ein vakant gewordenes Lokal in dem Glasbläserdorf Schmidsfelden ins Leben.

Die „Remise“ wurde schnell zum Geheimtipp unter den Foodies der Gegend. Gehobene Küche für nur ein Dutzend Gäste auf einmal, das Ganze zu fairen Preisen – damit ist Rudolf gut gefahren. Jetzt, mit über 70, hat er die Kochschürze noch lange nicht an den Nagel gehängt. Das Feuer in ihm brennt noch immer, aber gekocht wird nur noch für Freunde, die seine kulinarischen Meisterwerke zu schätzen wissen.

IMG_3992.jpgAls wir neulich im Rudolfschen Privathaus zum mehrgängigen Dîner eingeladen waren, wurden wir mit einem Aufstrich begrüßt, den er aus der „Schwobabohna“ kreiert hatte. Die „Schwabenbohne“ gilt als aussterbene Spezie. Rudolf hatte sie am frühen Morgen auf dem Ravensburger Wochenmarkt ergattert. Es folgte ein Avocado-Mousse mit Staudensellerie. Artischocken und gegrillte Paprikaschoten, die wir auf Mallorca gerne als „Pimientos de Padrón“ essen, bildeten das Ende des Anfangs.

Dann ging es erst richtig los. Auch der weitere Gang war vegetarisch angehaucht: Ein Risotto ganz ohne Käse, das trotzdem cremig (auf schwäbisch: „schlonzig“) schmeckt. Die stundenlang geschmorten „Schweinsbäckle“ danach galten als Zugeständnis an die Fleichesser unter uns. Das Ganze wurde auf einem leckeren Spargelbett serviert.

Übrigens war es nicht das erste Mal, dass Rudolf uns mit einer privaten Koch-Session verwöhnte. Vor einigen Jahren gab es Mallorca-Küche vom Allgäu-Koch.

Unser Freund Manni vom „Brauereigasthof Mohren“ in Leutkirch hat erst neulich einmanni Gericht auf seine reichhaltige Speisekarte gesetzt, das wie für mich gemacht ist. Manfred, nicht nur in der Küche ein Schöngeist, nennt es „Schwäbische Trilogie“. Es besteht aus einem Krautwickel, einer kleinen Portion Kässpätzle mit gerösteten Zwiebeln und zwei Maultaschen, deren Hackfleischfüllung es in sich hat. Dazu ein paar Spritzer Bratensauce und einen Teller mit frischen Salaten.

Beim privaten Dinner, das Christine, die Frau an Mannis Seite, im niegelnagelneuen Haus für uns kreiert hatte, ging es kulinarisch nicht weniger kreativ zu. Ein raffinierter Gemüse-Fleisch-Auflauf, bei dem feinstes Entrecôte die Hauptrolle spielte, lachte mich gestern Abend dermaßen frech an, dass ich auch beim zweiten Anlauf nicht nein sagen konnte.

Dazu gab es von Sohn Ludwig ausgesuchte Weine. Ludwig, ein veritabler Winzer mit Hang zum Sommelier, wird demnächst im „Mohren“ eine Verköstigung seiner Weine anbieten. Tochter Milena serviert derweil im nahegelegenen „Rössle“, auch „Haselburg“ genannt, eine nicht weniger gute Küche.

Wer behauptet, bei den Schwaben werde nur Deftiges serviert, sollte sich einmal an den aufwändig und wunderschön gedeckten Tisch meiner Nichte Sabine setzen. Ein liebevoll zubereitetes Carpaccio an einem Bett von tiefschwarzem Linsenkaviar (oder waren es Kaviarlinsen?) belebte den Gaumen schon mal aufs Feinste, ehe es dann mit diversen Salätchen und Antipasto in Richtung Hauptspeise ging: Gebratene Hühnerkeulen in einer olivenlastigen Weinsauce, die angenehm an das „Mont Ventoux“ erinnerte, das Lore zu besonderen Anlässen kredenzt, dann allerdings mit Lammfleisch und Wildem Reis aus Kanada.

Auch unterwegs strecken wir gerne unsere kulinarischen Fühler aus. So ließen Vater und Sohn sich neulich im „Schwanen“ in Metzingen köstliche Kalbsmaultaschen schmecken. Dazu gab es einen raffiniert angerichteten gemischten Salat, dessen Kernstück, der Kartoffelsalat, erst dann sichtbar wurde, wenn die fein gehobelte, längliche Scheibe der Salatgurke entfernt wurde, die als Rundform diente, um den Salat zusammen zu halten.

Und sonst so? Die Schweinshaxe, mit der sich Cassian im bayerischen Nachbarort Kempten herumschlug, sollte an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben. Der Kampf endete mit einer Entschuldigung bei der Kellnerin, die das von Kraut und Sauce gezeichnete Tischtuch nach der Messer-und-Gabel-Schlacht vermutlich einem dreifachen Waschgang unterziehen musste.

Besuch im Allgäu: Wia dohoim

Die Wahrheit ist, dass ich nicht im Allgäu aufgewachsen bin, sondern im oberschwäbischen Voralpengebiet. Meine Wiege stand in Ummendorf, wo es auch schön ist, aber eben nicht ganz so pittoresk wie im 20 Kilometer entfernten Allgäu. Jetzt, da die Wahrheit auf dem Tisch ist, kann ich es ja sagen: Ich fühle mich im Allgäu so wohl, als wäre ich hier „dohoim“.

Das Allgäu ist der Landstrich, in dem Blumenwiesen für Milchkartons modeln, Käseschachteln Kult sind und das Mineralwasser Sprudel heißt. Und weißt du mal nicht so recht, wie das Häusle an der nächsten Straßenecke einzuordnen ist, dann tippst du einfach auf eine Käserei, ein Milchlädele oder ein Geschäft für Dirndlmoden und liegst wahrscheinlich richtig.

Im Allgäu selbst habe ich zwischen zwei Auslandsaufenthalten nur für kurze Zeit gelebt. Das war Mitte der 70er-Jahre, als sich die damals auflagenstärkste Tageszeitung Baden-Württembergs noch Redakteure für den „Landesüberblick“ leistete und sogar einen eigenen Polizei- und Gerichtsreporter. Das war ich.

Doch trotz dieser kurzen Lebensphase hatte das Allgäu für mich immer eine ganz besondere Bedeutung. Nicht nur, weil ich dort die Frau meines Lebens getroffen habe, sondern auch, weil ich dort mehr Freunde und Bekannte habe als irgendwo anders in der Welt, Familie und Verwandtschaft obendrein. Und auch meinen Freund Börnie, der diesen Blog seit 31. Oktober 2016 von einer anderen Welt aus kritisch verfolgt.

Als wir vor ein paar Tagen von Mallorca nach München flogen und von dort weiter mit dem Auto nach Leutkirch gereist sind, war ich mir zunächst nicht so sicher, ob das so eine gute Idee war. Mittelmeer gegen Kuhwiesen. Tapasbar gegen Bauernwirtschaft. Feldspaziergänge statt Strandwanderungen.

Nicht erst nach einer Woche ist mir klar: Es war eine großartige Entscheidung.

Das fängt schon beim Wetter an. Während es auf Mallorca ganz oft kalt, regnerisch und windig war, empfing uns hier ein lieblich-warmer Frühling. Sattgrüne Wiesen, kristallklare Bergbäche, blühende Bäume und Sträucher – und kaum eine Brise, dafür Sonne satt. Mit Temperaturen, die im kalten Kanada als Frühsommer durchgehen könnten.

Der morgendliche Gang zum Bäcker, der am Bachufer sein Lädele hat. Der Metzger, der schon in aller Herrgottsfrühe warme Leberkässemmeln verkauft. Die Apothekerin, die sich um den mallorquinischen Sonnenbrand auf deinen Lippen kümmert, als gelte es die Welt zu retten – das alles vermittelt mir ein Gefühl des Heimkommens.

Es gab in den letzten Tagen ganz viele schöne Dinge, die in unser Leben geplätschert sind: Eine tolle Ferienwohnung mit liebenswerten Gastgebern. Essen bei Freunden, Einladungen von Menschen mit Geschichten, wunderbare Spaziergänge und sogar eine Seilbahnfahrt in Österreich mit traumhafter Berg- und Bodenseekulisse.

Und dann gab es da noch die ganz besondere Überraschung, die einfach nicht zu toppen ist: Plötzlich stand der Sohn aus Montréal an der Tür. Als hätte er geahnt, wie sehr wir ihn in den vergangenen Monaten am Mittelmeer vermisst haben.

Unser Deutschland-Urlaub im wilden Süden hat eben erst angefangen. Freuen Sie sich auf weitere Episoden aus der spannenden Serie „Abenteuer Allgäu“.

 

Der zehnte Winter auf Mallorca

fischerZehnmal sollen wir schon hier gewesen sein? Unfassbar. Als alles anfing, damals im November 2009, hatten wir nicht im Entferntesten daran gedacht, dass die Reisen nach Mallorca künftig zum jährlichen Ritual werden könnten. Aber das Leben auf dieser wunschönen Insel war einfach zu perfekt, um es nicht wieder und immer wieder genießen zu wollen – und sei es nur für einige Monate des Jahres.

So viel geballte Schönheit auf so kleinem Raum – das war neu für mich. Berge, Meer, die Gastronomie, die Menschen, das Wetter – das alles schien fast zu schön, um wahr zu sein.

Das Wetter? Das hat uns diesmal etwas im Stich gelassen. Mitte Januar zwei scheinheilige Wochen, die den Sommer versprachen – und dann ging’s bergab. Regen, Wind, Wolken und wieder Regen und Sturm. Und Kältegrade, wie ich sie in den vergangenen zehn Jahren auf Mallorca kaum einmal gespürt hatte. Erst ganz zum Schluss wollte Herr Petrus noch einen auf Gutwetter machen. Schmollschmoll.

Ganz ehrlich? So gefroren wie im Winter 2018 habe ich schon lange nicht mehr. Das hängt auch damit zusammen, dass die Erwartungshaltung an das Wetter am Mittelmeer  groß ist und sich der innere Thermostat dem Körperempfinden nur schwer anpasst. Wo Mittelmeer ist, muss die Sonne scheinen. Denkst du und vergisst, dass es auch in diesen Breitengraden Winter gibt.

Gut, es gab kein Glatteis und auch Schnee habe ich nur auf den höchsten Bergen der Tramuntana gesehen. Aber ungewöhnlich kalt war es während der vergangenen drei Monate. Vor allem aber extrem windig. Schon klar: Am Meer bekommt man Wetterextreme mehr zu spüren als im Landesinneren.

Notiz an mich: Meerblick: ja! Aber wenn’s geht, aus sicherer Entfernung. Wieder um eine Erfahrung reicher.

Und sonst so? Mallorca ist Mallorca und für mich nach wie vor einer der schönsten Flecken Erde, die ich kenne. Aber diese Schönheit hat ihren Preis. Die Menschenmassen, die auf die Insel strömen, sind manchmal schwer auszuhalten. Wenn, wie jetzt zu Ostern, mehrere Busse hintereinander mit dem Schild „COMPLET“ an dir vorbeizischen, weißt du: Es wird Zeit zu gehen.

Schon klar: Natürlich tragen wir selbst mit unserem Mallorca-Enthusiasmus zum Beinahe-Infarkt der Insel bei. Lieben muss ich diese Entwicklung trotzdem nicht.


Hier noch eine Art „Best-Of-2018“. Einfach klicken und genießen …

Insider-Tipps für Mallorca

IMG_E2836 (1).jpgWo gibt’s den besten Cortado? Wo finde ich den besten Zahnarzt? Der schönste Wochenmarkt, die interessanteste Bahnstrecke, die beste Tapas-Bar. All das habe ich nach zehn Wintern auf Mallorca für Sie zusammengestellt. Es ist eine sehr persönliche Best-of-Mallorca-Liste, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Handy und Internet – immer gut bedient von Walki und Christian Handyladen CMC

Sehen und gesehen werden: Bar Bosch

Toller Blick über Palma: Skybar Almundaina

Ein Arzt für alle Fälle: Dr. Diaz

Bei Zahnschmerzen hilft Tag und Nacht: Dr. Ruslan

Wenn’s wirklich ernst wird: Hospital Palmaplanas

Schwäbische Hausmannskost mit Blick aufs Meer: Ballermännle

Wunderbare Paella bei herrlicher Sicht: Cala Canta

(Meistens) wunderbare Paella in etwas gepflegterer Atmosphäre: „el Bungalow“

Die besten Tapas weit und breit: Tast

Wenn’s dann schon Pizza sein muss: Piadina E Vino

Bahnfahrt quer über die Insel: Palma-Inca

Busfahrt durch Berge und am Meer entlang: Palma Sollér Valdemossa

Klassische Wanderung für Anfänger und Fortgeschrittene: Deia-Sollér

Mallorcas schönster Wochenmarkt (nur sonntags): Santa Maria

Ramsch und alles Mögliche: Flohmarkt Consell

Perfekte Kurzwanderung zu Beginn der Mandelblüte: Andratx – Port Andratx

Spaziergang von Palma immer am Meer entlang: Palma – Can Pastilla

Von Palma an die Strände und zurück: Stadtbusse 15 und 25

Das schönste Café Palmas, vielleicht sogar von Mallorca: Cappuccino San Miguel

Konditorei mit meinem Freund Alfonso: Horno Santo Cristo

Tolle Bar mit Blick aufs Meer: Varadero

Die abgefahrenste Bar, die Sie garantiert je gesehen haben: Abaco

Wo die Mallorquiner baden gehen: Ses Illetes

Feines Lokal mit gehobener Küche: Emilio

Sollten Sie in Palma einem  Straßenmusiker begegnen, der göttlich Flamenco spielt, dann ist es Carlos. Grüßen Sie ihn von mir und seien Sie großzügig. Er hat es verdient.

Kurz zum Kumpel nach Marseille

IMG_3322Von Mallorca nach Marseille ist es eine knappe Stunde mit dem Flugzeug. Für kanadische Verhältnisse also gerade mal kurz um die Ecke. Perfekt, um einen Freund aus Montréal zu besuchen, der einen Teil des Winters am Mittelmeer verbringt.

Für mich war der Trip ein Déjà-vu. Bei meiner letzten Reise nach Marseille war ich gerade mal sechzehn. Mit Rucksack und Gitarre hatte ich mich per Anhalter wochenlang durch Europa treiben lassen, in Stadtparks und Eisenbahnwaggons übernachtet und meine Eltern fast zur Verzweiflung gebracht.

Diesmal ging es gesitteter zu. Zwar immer noch mit Rucksack, aber mit Hotelreservierung ging es im Flieger nach Südfrankreich – nicht von Ummendorf aus, sondern von Mallorca, wo wir den Winter verbringen.

Der erste/zweite Eindruck von Marseille: Das Tor zum mediterranen Teil Europas ist eine wunderschöne Stadt. Marseille hat aber auch eine dunkle Seite. Es gilt als Frankreichs Hauptstadt für Kriminalität und Drogen, für Mord- und Totschlag. Es gibt angeblich Viertel, in die sich auch heute noch kaum jemand wagt und in denen eigene Gesetze herrschen.

Echt jetzt? Solche Gegenden kenne ich in Palma auch. Nur geht man da einfach nicht hin. Basta.

Richtig ist, dass mir als Teenager damals in Marseille meine Gitarre gestohlen wurde und ich zeitweise meinem Broterwerb als Straßenmusiker nicht mehr nachkommen konnte. (Ein Polizist erbarmte sich meiner und fand das gestohlene Instrument schließlich auf einem Flohmarkt wieder).

Richtig ist aber auch, dass wir uns während unseres jetzigen Kurzbesuchs zu keinem Zeitpunkt bedroht fühlten und wir weder beklaut, überfallen oder ermordet wurden. Dies gilt übrigens auch für unseren Freund Jean, der unweit des Hafens wohnt, wo doch angeblich Mord und Totschlag herrschen. So viel zum Thema Ruf und Wirklichkeit.

Die stundenlangen Spaziergänge durch die Altstadt, die Hafengegend und sogar hinauf zur Basilika Notre-Dame de la Garde waren wegen der Hügellandschaft zwar anstrengend, aber auch faszinierend und wunderschön.

Das multikulturell geprägte Stadtbild von Marseille erinnerte mich ein wenig an Montréal, einige geschichtsträchtige Ecken aber auch an Palma. Alles in allem also eine perfekte Mischung zwischen den beiden Städten meines Herzens.

Und wie war das nochmal mit dem „Essen wie Gott in Frankreich„? Ich kenne Herrn Gott nicht, vermute aber, da ist was dran. Jedenfalls haben wir nicht ein einziges Mal schlecht oder auch nur mittelmäßig gegessen. Selbst der Gâteau aux pommes meringué in der Abflughalle schmeckte himmlisch, dabei war die Maschine zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal über den Wolken.

Reden wir nicht über französische Preise. Oder sagen wir mal so: Meine freundliche  Kreditsachbearbeiterin bei der Ulmer Volksbank wird demnächst einen Anruf von mir bekommen. Ist es dann zwingend notwendig, ihr zu verraten, dass die Bouillabaisse 36 Euro gekostet hat? Pro Person und ohne Wein?

Was dem Bub aus Ummendorf sonst noch passiert ist, damals in Marseille, können sie übrigens in meinem kleinen Roadtrip-Roman „DAS GIBT SICH BIS 1970“ nachzulesen. Dazu gehörte auch die Erkenntnis, dass Französisch weit mehr sein kann als nur eine wunderbare Sprache.

 

Mehr über das Leben am Meer

IMG_2261Wenn ich etwas verabscheue, dann ist es eine Gemeinsamkeit mit Donald Trump. Aber jetzt ist es passiert: Ich hatte – zwar nicht per Twitter, aber in meinem Blog – vorlaut verkündet, wie wunderbar doch das Leben am Meer sei. Jetzt weiss ich es besser: Ich möchte nie dauerhaft am Meer leben!

Die Faszination für das animalische Brüllen, das orgastische Stöhnen, die rohe Gewalt des  Meeres, die bei mir noch vor zwei Monaten Begeisterung ausgelöst hatte, ist vorbei. Ich finde – Achtung, Erste-Welt-Problem! – das Leben am Meer mega-anstrengend für die Sinne. Und ganz oft nervt es.

Ist der Himmel grau, spiegelt sich die Farbe ziemlich plump im Meer und das Wasser wird dunkelgrau. Grau und Grau ergibt eine Mischung, die keiner will.

Regnet es, dann regnet es überm Meer besonders heftig. Stürmt es, türmen sich die Wellen vor deinem Wohnzimmerfenster meterhoch und die Gischt des Meeres sorgt für eine Unruhe in dir, vergleichbar mit der Angst des Torwarts vor dem Elfmeter.

Und überhaupt: Gestern noch war die Plexiglasverschalung an deinem Balkon klar und durchsichtig, heute überzieht sie eine Schicht von Meersalz, manchmal mischt sich goldgelber Sahara-Sand darunter. Meerschicht statt Meersicht.

Dann spielen sich in deinem Kopfkino Tsunamis ab, bei denen Menschen aus mehrstöckigen Hotels zurück ins Meer geschleudert werden, wo sie von Haien aufgefressen werden, schlimmstenfalls auch von Ertrinkenden.

Die Boote und Surfbretter, die im Hafenbecken unter deinem Fenster geparkt sind, werden im Sturm wütend, fangen an zu klappern, zu pfeifen und zu johlen. Und wenn du Pech hast, johlen die Besitzer gleich mit, denn sie befürchten jetzt den Totalverlust ihres Besitzes und damit ihres Image.

Manchmal, ganz selten, zeigt sich das Meer aber auch von der liebevollen Seite. Von der Seite, wie wir es aus dem photogeshopten Reiseprospekt kennen. Beruhigend und als Seelenbalsam. Aber es sind flüchtige Momente, die kommen und gehen und kaum eine Chance haben, sich in deine Erinnerungsfestplatte einzubrennen.

„Du wusstest das alles“?, fragte ich neulich meinen Atlantik-erfahrenen Freund, der mir in jedem Punkt Recht gegeben hatte. „Klar“, sagt der und setzt noch einen drauf: „Und bestimmt fühlt sich so nah am Meer alles total klamm an“.

„Genau so ist es“, sage ich. Und höre SIE jetzt schon sagen: „Der ist doch selber klamm im Kopf! Wie kann einer das Leben am Meer nicht mögen“?

Sie haben gut reden auf ihrem gemütlichen Sofa, von dem aus Sie ihrem Rasenroboter bei der Arbeit zuschauen, wie er fast mühelos und unglaublich nervenschonend Halm für Halm streichelt, ehe er ihn dann liebevoll köpft und zu duftendem Heu macht.

Und weit und breit kein Meer …

Mallorca: Die Kanadier kommen!

IMG_E2271Inzwischen waren fast alle mal hier, um uns auf Mallorca zu besuchen: Freunde, Kollegen, Brüder, Schwester und Schwägerinnen, Neffen und Nichten. Sie kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeflogen – und liebten die Insel nicht weniger als wir. Dass Freunde aus Kanada zu Besuch auf Mallorca sind, kommt selten vor. Jetzt war es wieder soweit.

Drei von ihnen besuchten unsere Lieblingsinsel für fünf Tage. Und fanden Mallorca wunderbar – sogar bei strömendem Regen und Bibber-Temperaturen.

Schon vor drei Jahren hatten wir einmal Besuch von einer kanadischen Radlergruppe. Auch sie waren damals angetan von der Vielfalt der Insel und den sportlichen Möglichkeiten, die Mallorca bietet.

Dass Mallorca jetzt auch bei Kanadiern ein Reisethema sein kann, hat mir ausgerechnet meine Montrealer HNO-Ärztin als erste erzählt. Zwischen „Mach-mal-aaaah“, Zäpfchengucken und Stirnhöhlen-Klopftest ließ sie mich wissen, wie sie sogar ihren Honeymoon in Port de Pollença im Norden der Insel verbracht habe. Und natürlich wolle sie unbedingt wieder kommen.

Freut mich, dass es ihr hier gefallen hat. Und auch, dass die soeben wieder abgereisten drei Montrealer Freunde die Insel ins Herz geschlossen haben, ist schön. Und natürlich auch die Radlergruppe aus Ottawa. Alle waren sie uns übrigens hochwillkommen, denn es sind gute Freunde, die wir immer wieder gerne sehen.

Aber ich muss aufpassen, dass das ohnehin schon überlaufene Mallorca nach der deutschen, britischen und skandinavischen jetzt nicht auch noch eine kanadische Invasion erlebt. Die Insel platzt ohnehin schon aus allen Nähten.

„Du schreibst ja auch nur tolle Sachen über Mallorca“, warnte mich neulich ein Freund. Da sei es schließlich kein Wunder, dass jetzt die Touristen schon aus Kanada Schlange stehen.

Also, dann mal anders: Seit einer Woche haben wir hier so gut wie keine Sonne gesehen. Und überhaupt ist es potthässlich hier und wir bibbern uns einen ab. Wegen des Dauerregens befürchten wir ernsthaft, demnächst Schwimmhäute zwischen den Fingern zu bekommen.

Sie sehen: So schön ist Mallorca dann auch wieder nicht …

Mallorca Today: 50 Shades of Grey.

Ein Fröhlichmacher namens Rob

Sein Traum? Als erster Mensch der Welt 150 Jahre alt zu werden, das wär’s. Wird er es schaffen? „Sehe ich so aus wie einer, der zu viel verspricht“? Jetzt grinst er und schickt dabei ein Zwinkern über seine gebräunten Gesichtshälften und du denkst für den Bruchteil einer Sekunde wirklich: Wenn es einer schafft, dann er.

Rob Overall heißt der alte Showman, „they call me Doc“. Ich treffe ihn auf dem Flohmarkt von Consell. Dorthin strömen Sonntag für Sonntag Tausende aus allen Ecken Mallorcas. Mehr Unnützes für weniger Geld geht nicht.

Rob verkauft keinen Ramsch. Es sind gut gebaute Gitarren, die er einmal in der Woche in seinem Vitara von Valdemossa nach Consell schippert. Bei Valdemossa, dort wo das Tramuntanagebirge das Meer küsst, lebt der liebenswerte Engländer auf einer kleinen Finca. Manchmal mit Partnerin („Anwältin aus Paris“), oft allein oder mit Freunden. Auf dem Flohmarkt in Consell verdient er sein Geld. Oder auch nicht.

Verkauft er eine Gitarre pro Sonntag, hat er seine Unkosten für Sprit und Standmiete raus. Bei zwei geht es ihm schon ganz okay. Mehr sind es nur selten. Aber weil er nicht nur Consell beliefert, sondern samstags auch Son Bugadelles bei Santa Ponsa, klappt das ganz gut mit dem Gitarrenhandel. Die Instrumente bringen ihm Leute an den Stand, die sie loshaben wollen. Man kennt sich in Gitarrenkreisen.

An Robs Stand sorgen ausgewachsene Männer für Kleine-Jungs-IMG_2680Stimmung. Da zupft einer, während ein anderer pickt. Dort schlägt und schrammt einer und wieder ein anderer glaubt, er könne hier einfach mal nachtunen, was längst gestimmt ist. Und dann diese Jam-Sessions! Gibt es eigentlich irgendjemanden, der nicht gerne mal in einer Band gespielt hätte? Oder gespielt hat?

So viele Experten mit so wenig Ahnung gibt es nur an Robs Gitarrenstand.

Nicht immer hat Rob sein Geld mit Gitarren verdient. Es gab eine Zeit, da hatte er seine eigene Stahlbau-Firma, das war in Kent/England. Danach verscherbelte er Landrovers in alle Welt „und alles, womit sich sonst noch handeln lässt“. Aufgewachsen ist er auf einer kleinen Farm in Norfolk. Von Gitarren und Landrovers damals noch keine Spur.

Die schulterlangen Haare, der graue Hippiebart, die Bikermütze, Armringe, Sonnenbrille, all der andere Schmuck und überhaupt? Er sei halt schon immer einer gewesen, der das Abenteuer und die Freiheit liebt. Harleys, Landrover, die Stones, die Beatles. Und Gitarren. Diese Mischung habe ihn schließlich auch nach Mallorca gebracht.

Es war vor 15 Jahren. Für einen Kumpel skipperte er Boote von Brighton aus nach Frankreich und von dort über die Kanäle ans Mittelmeer und schließlich auf die Balearen.

Der Kumpel, wie so vieles im Leben von Doc Overall, war auch nicht so ganz das, was man sich unter einem Normalbürger vorstellt. „Er war der Masseur des amerikanischen Präsidenten“. Welcher Präsident?, will ich wissen. „Bush“. Okay, Bush. Aber welcher Bush? Alle.

Jedenfalls war sein Kumpel ein guter Masseur und Rob nicht nur ein guter Typ sondern auch ein ganz guter Geschäftsmann. Also haben sie sich auf Mallorca zusammengetan und diese Finca bei Valdemossa gekauft.

Und die Gitarren? In diese Welt habe ihn Graham eingeführt, sein Sohn. Während er, Rob, nicht einmal einen Akkord spielen könne, sei sein Sohn ein Profi. Er singt und tanzt und spielt und kocht.

„Und wo ist dein Sohn“?

„In Ashville/USA“.

„Du meinst Nashville, Rob?“

„Nein, in Ashville, North Carolina“.

Dort, wo die Blueridge Mountains in den Himmel ragen, sei sein Sohn hingezogen. Und natürlich hat auch er sich einen Namen gemacht. Er sei dort bekannt als „The Singing Chef“. Nun ja, er koche und mache auch Musik. Was man eben so tut in Ashville. Übrigens habe der Sohn in Amerika eine Millionärin gefunden. Ach was, Millionärin. „She is a billionaire!“. Dann eben Milliardärin, warum auch nicht.

Wie er so gut gelaunt hinter seinem Verkaufsstand auf und ab tänzelt, könnte man glauben, man habe es mit einem spät pubertierenden Teenager zu tun. Dabei ist der Mann im Biker-Outfit 72. Zwei!und!siebzig! Echt jetzt.

Und weil er noch nicht einmal die Hälfte seines angepeilten Alters erreicht hat, plant er zurzeit sein Leben, 2. Teil. Schon bald möchte er auch anderen Menschen die Kunst eines langen, glücklichen Lebens verraten, gesunde Ernährung inklusive. Für professionelle Massagen steht sein Kumpel zur Verfügung, dem ja der Ruf als Bush-Masseur vorauseilt.

Zwei, drei Frauen würden er und der Kumpel gerne pro Sitzung therapieren, sagt Rob. Nur Frauen? „Männer stören bei solchen Sessions eher“, sagt er. Und wieder huscht dieses Zwinkern über sein Gesicht, das wir ja bereits von der 150-Jahre-Prognose her kennen.

Ich glaube übrigens, hinter Robs Geheimnis gekommen zu sein. Der fröhliche Gitarrenhändler nimmt sich einfach selbst nicht so richtig ernst.

„Mallorca Love Stories“: Nicht immer Liebe auf den ersten Blick

IMG_3529Mein erstes Mal kennen Sie ja schon. Ich hatte neulich schon darüber geschrieben. Aber warum lieben eigentlich so viele andere Menschen Mallorca so sehr? Und: Wie hat alles angefangen? Ich habe Mitglieder des Mallorca-Forums gebeten, ihre ganz persönliche Love Story aufzuschreiben. Hier sind ihre Geschichten – unredigiert, aber mit Herzblut geschrieben.

mopest:

Bei mir hat es vor über 30 Jahren angefangen, 1983 mit einem Segelkurs in Porto Pollensa (bei Gottfried Möller, damals noch über Neckermann. Inzwischen hat seine Tochter die Segelschule übernommen und ich freue mich jedesmal, die Segelboote zu sehen). Ich war dann noch 2x zum Segeln da und habe mich bei diversen Ausflügen in die Insel verliebt.

Danach wurde es etwas etwas problematisch: mein 2. Mann weigerte sich schlicht, nach Mallorca zu reisen, da er einmal einen Horror-Urlaub im Hochsommer in einem Schrotthotel in Port de Alcudia erlebt hatte.

Aber es gelang mir dann doch, ihn zu einer Wanderwoche mit Freunden im Januar 1989 in Port Soller zu überreden. Und für ihn wurde es dann Liebe auf den 2. Blick.
Seitdem sind wir fast jedes Jahr mindestens einmal auf der Insel gewesen, meist auf der Westseite (Pto. Pollensa, Pto. Soller, Camp de Mar, 2x auch Cala Ratjada), immer im Frühjahr oder Herbst. Es gibt keine in einem Wanderführer aufgeführte Wanderung mehr, die wir noch nicht gemacht haben und natürlich haben wir auch selbst die eine oder andere Strecke für uns entdeckt. Auch wenn wir alters- und gesundheitsbedingt etwas kürzer treten müssen, wir finden immer noch geeignete Wege.

Im letzten September war es uns aber fast zu voll auf der Insel, so dass wir dieses Jahr mal wieder nach Menorca ‚ausweichen‘ wollen. Und vielleicht schaffen wir es 2019 endlich mal zur Mandelblüte.

Auf jeden Fall habe ich bis jetzt keine schönere Insel gefunden.

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PRENSAL BLANC:

War es Liebe auf den ersten Blick? Nein, sicher nicht. In einer Stressphase Mitte der Neunzigerjahre ließen wir uns nach eingehender Beratung (haha!) in einem Reisebüro von diesem kurzfristig nach Cala d’Or verschicken. Die dortige „Anlage“ unterbot alle Erwartungen.  Andererseits führten genau diese Umstände dazu, dass wir uns rasch einen klapprigen Twingo  – mit Faltdach fürs Cabriofeeling – („Nieeeemals würde ich mir sooo ein Auto kaufen!“) mieteten und erst die nähere, dann die weitere, dann die ganze Insel erkundeten.

Wir stellten rasch fest, dass es überall schöner war. Unsere Taschen hatten wir stets im (überschaubaren) Kofferraum. Es hätte ja sein können, dass irgendwo noch eine freie Herberge…

War es nicht. Nicht in diesem Urlaub. Dafür aber in den vielen Folgenden. 

Wieder daheim kaufte ich mir einen Twingo mit Faltdach, fürs Cabriofeeling.  Einige Jahre (und Hotelaufenthalte) später kauften wir eine Wohnung im Südwesten. Dort bin ich gerne 5 – 6 mal im Jahr und das ist genau richtig und darf auch so bleiben. Eine Liebe darf man schließlich nicht überfordern. 

Den Twingo fahre ich übrigens immer noch. Er wird in diesem Jahr 21 Jahre alt.

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STR-OMI:

Angefangen hat alles vor einer halben Ewigkeit damit, dass wir dem Trubel und der Arbeit zu unserer Silberhochzeit daheim entfliehen wollten. Stattdessen wollten wir ganz einfach uns selbst mit dieser ersten Mallorca-Reise etwas Gutes tun.

Die Insel hinterließ sehr nachhaltige und wunderbare Eindrücke. Also folgten Jahr für Jahr 2 bis 4 Wochen im Winter auf Mallorca. Und das wird hoffentlich auch nicht mit der Goldenen Hochzeit beendet sein.

Wir genieße hier (und nur hier) immer den Komplett-Service, also Pauschalreise beim Reisebüro mit all‘ seinem Service gebucht. Und Hotel-Aufenthalt mit Halbpension. So müssen wir uns um nichts als um uns selbst und unsere Freizeitgestaltung kümmern. Dafür finden wir abends wie auch morgens einen so reichlich und vielseitig gedeckten Tisch vor, wie ich ihn selbst nie gestalten könnte ( jedenfalls nicht aus Vernunftsgründen).

So hat sich einst mit dem neuen Urlaubsziel Mallorca auch eine neue Urlaubsart unser bemächtigt. Man könnte es natürlich auch „eine neue Bequemlichkeit“ nennen. Denn für alle auftauchenden Fragen oder Schwierigkeiten gibt es Ansprechpartner.

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EVEL:

Bei mir fing es ganz unspektakulär mit einem 2-Mädels-Urlaub mitten im Geschehen in Arenal an. Das ging dann 3 Jahre so. Dann ging es mit einer 6 Freundinnen ebenfalls nach Arenal. Auch wieder 3 Jahre. Davor und auch während dieser Zeit Urlaub mit Mann und Kind in Alcudia im Hotel. 1 Urlaub mit Kind und Schwiegermutter in Cala Dor und noch 1 Urlaub mit Freunden inkl. Kindern in Santa Ponsa. Dann flog ich mit meinem Mann übers WE nach Porto Colom, wo der Wunsch reifte, sich vielleicht ein Häuschen zu kaufen, als Urlaubsdomizil. Das haben wir inzwischen in Sa Rapita und haben es noch keine Minute bereut.

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ISASTAR:

Wo soll ich anfangen? Dass meine Eltern Mitte der 60er Jahre das erste Mal Urlaub auf dieser traumhaften Insel gemacht haben. In einem kleine Örtchen an der Ostküste, S’Illot. Damals gab es dort nur ein oder zwei Hotels. Das Hotel, das sie gebucht hatten wurde im ersten Jahr nicht direkt mit dem Bus angefahren, so dass sie durch den Sand zum Hotel laufen mussten. Seitdem waren sie jedes Jahr dort, freundeten sich mit dem Hotelier an. Ich kam dann mit 16 Monaten das erste Mal mit. Das gesamte Hotelpersonal, wie auch die Hoteliersfamilie passten auf mich auf. Bis ich 19 Jahre alt war, waren wir jeden Sommer dort, teilweise bis zu 4 oder 5 Wochen. Selbst Weihnachten und Silvester wurden dort im Familienkreis gemeinsam gefeiert. Dann wollte ich aber doch mal was anderes sehen, bis sich die Gelegenheit ergab meinem Freund die Insel zu zeigen. Meine Mutter hatte Geburtstag und feierte auf Mallorca. Wir überraschten sie mit einem Spontanbesuch. Seitdem waren mein Freund und ich ebenfalls unzählige Male dort. Haben dort auch schon Turniere tanzen können. Mittlerweile wohnen wir aber nicht mehr im Hotel, sondern mieten uns meistens ein Apartment. Unsere Freunde treffen wir immer noch. Es stecken so viele schöne Erinnerungen in den Urlauben, so dass ich sagen kann, dass Mallorca meine zweite Heimat, sogar mit Familienanschluss, geworden ist. 

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LENAMAR:

Ich reise seit 1986 regelmäßig nach Spanien. Zunächst immer nach Karneval nach Gomera, den Winter abkürzen, mal wieder Sonnenlicht erblicken. Schön, damals mehr als heute, weil der Prozeß verläuft wie überall: erst kommen die Hippies (schlafen am Strand), dann die Studies und Lehrer mit „alternativem Anspruch“ (schlafen bei Maria in der aufgestockten Etage), dann die „Neckermänner“ (schlafen im Hotelbunker). Außerdem ist der Flug lang (ca. 5 Stunden), dann muß man noch auf die Fähre (verkehrt jetzt öfter), weiter mit Bus/Taxi/Mietwageni. Ich war schon ein paar Jahre nicht mehr da.
In den 90ern war ich viel auf dem spanischen Festland unterwegs: Interrail Figueras (Dalímuseum, sogar mit Führung ;) ), Barcelona, Madrid, das andalusische Dreieck Cordóba, Sevilla, Granada. Alles schön, aber natürlich eher urban.

Oder mit dem Bulli (Freistehen): San Sebastían, Santillana, Comillas, überhaupt Asturien, die Picos de Europa, die Lagos Enol/Ercina, Sidrerías/Merenderos unter freiem Himmel. Auch alles sehr schön, aber den Bulli gibt es nicht mehr, der damalige Partner immer noch ein Freund, aber Ex-.

Mit dem jetzigen Partner: eine Reise nach Gomera, eine nach Andalusien und dann – ab 99 – Mallorca. Ich mußte auch erst überredet werden, ich dachte wie so viele eben auch zunächst an Ballermann und Hotelburgen.

Gibt’s natürlich alles und zuviel davon, aber, wie wir dann feststellten, eben nicht nur.
Um die Jahrtausendwende gab es Rückflüge für manchmal um die 30/40 Euro (da war noch DM, umgerechnet also), die Mietwagen waren günstig, mit dem Zelt in Lluc für lau/ gute Erreichbarkeit, überschaubare Kosten – das war auch hilfreich bei einer Entscheidung.
Seitdem haben wir wohl so um die 20 Reisen nach Mallorca gemacht und ich behaupte, wir sind mehr rumgekommen als so manche Residenten (von denen manche ja auch einen Arbeitsalltag haben).

Vieles hat uns sehr gefallen, manche Bilder möchte man lange im Kopf behalten.
Andere Entwicklungen gefallen uns weniger, Stichwort „Mallorca erstickt an sich selbst“. Zu viele Leute überall. Führt auch zu Abschottungswünschen und mehr oder weniger Tendenzen, die fremden Invasoren irgendwie einzuhegen, am besten in AI-Anlagen, wo man sie vor Abflug nicht mehr raus läßt.

Wir machen mal Inselpause. Im letzten Jahr waren wir auf Menorca und in Andalusien. Dieses Jahr? Mal sehen.

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JAZZYJAMIE:

Ich wohne zwar noch nicht auf Mallorca, aber ich fühle mich der Insel ebenso verbunden. Drum möchte ich mitmachen.

Vor 14 Jahren bekam ich zu meinem 30. Geburtstag ein Wochenende auf Mallorca geschenkt. Ich war vorher noch nie dort gewesen. Mein damaliger Mann und ich checkten im Hotel in Cala Figuera ein als ich zu Fuß den kleinen Hafen erkundete, liefen mir plötzlich die Tränen nur so über das Gesicht, obwohl ich nicht im mindesten traurig war. Es war einfach nur so schön.

Dass ich zwei Tage später schon wieder zurück fliegen sollte, brach mir das Herz und so fing alles an. Von da an musste ich jedes Jahr einmal meine Insel wiedersehen. Ich schaute mir Immobilien an, Wohnungen Häuser, lernt Menschen kennen die dort leben und arbeiten, trat durch meine Musik einige Male selbst in dem ein oder anderen Hotel oder in der ein oder anderen Kultur-Finca auf und wurde mit der Insel Jahr für Jahr vertrauter.

Mit 35 hätte ich die Chance gehabt, an der Schule in Santa Ponsa eine Anstellung zu bekommen, direkt daneben war eine Musikschule und ich hätte an beiden Stellen in Kombi arbeiten können. Mein Mann konnte aber keine Visionen entwickeln und so verlief die Planung im Sande. Ein Jahr später teilte er mir zum ersten Mal ehrlich mit, das er nicht nach Mallorca möchte. Irgendwann kam die Scheidung (natürlich überwiegend aus anderen Gründen). Eine neue Partnerschaft, ein neuer Anlauf….die letzten 14 Jahre habe ich genutzt, um mich dem Segelsport zu widmen, spanisch zu lernen und mich beruflich unabhängig zu machen, was definitiv die schwierigste Aufgabe war.

Während es mich mit 44 nun langsam vor Ungeduld fast zerreißt, arbeitet mein jetziger Partner nun auch an seiner beruflichen Unabhängigkeit, was noch etwas Geduld erfordert. Ich tröste mich unterdessen mit ein paar Segeltörns auf dem Mittelmeer, um mein neues Revier besser kennen zu lernen. Mittlerweile arbeite ich als Beraterin und Entspannungscoach in den Sommermonaten outdoor und meine Vision ist es, meine Coaching mit auf die Wanderungen durch Mallorcas Bergwelt zu nehmen. Und weiterhin die ein oder andere Jazzbar ( daher mein Forenname) unsicher zu machen, wenn ich endlich mal gelandet bin, wo ich hingehöre. Sobald sich eine Unterkunft findet, breche ich auf und strecke meine Fühler aus. Und wer weiss, ob ihr mich dann mit 60 Jahren grauhaarig nicht auf irgendeinem Barhocker in einer Bar trefft und Jazz und Latin singen hört. Ich hoffe, es klappt früher.

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PHILBER:

Wie bin ich nach Mallorca gekommen ? Die Antwort findet sich im Sand. Wie das ? Mit kleinen Kindern waren für uns Strandurlaube das Ziel. Aber ich war nie richtig begeistert von der Stränden der Kanaren oder Griechischen Inseln. Ich mag keinen Kiesstrand oder grobsandigen Strand oder dunklen Sand. Also habe ich gegoogelt, lange gesucht und bin auf “Playa de Muro“ gestoßen. Ein kilometerlanger feiner Sandstrand – aber auf Mallorca … Die bekannten Vorurteile ließen mich weitersuchen, aber ohne Erfolg. Irgendwann (nach einigen Monaten) hatte ich keine Lust mehr und wir flogen im August 2009 das erst Mal auf die Insel. Unterkunft war das Hotel Alcudia Park. Ein Hotel mit hervorragendem Essen und einer tollen Lage an einem feinsandigen Strand, der nicht überlaufen war. Laut Prospekt war es ein ruhiges Hotel, aber die U-Form ließ mich daran zweifeln. Und die Zweifel waren berechtigt. Im Innenhof war tagsüber und bis 1 Uhr Nachts Lärm.

Strandspaziergänge führten uns einmal Richtung Alcudia und einmal Richtung Can Picafort. Dabei entdeckten wir das Playa de Muro Village. Ein ruhiges Hotel mit zweistöckigen Apartments. Verhandlungen mit der Kundenmanagerin (mit der ich noch heute im Kontakt stehe – sie leitet jetzt eine Huerzeler Radsport-Bekleidungsfiliale) gaben uns die Möglichkeit, das Hotel zu wechseln. Aber: wir mussten uns schnell entscheiden wegen der Checkout-Zeit. Es blieben genau 60 Minuten, um unsere Zimmer zu räumen. 60 Minuten – ist das machbar ? Ja. Genau vor Ablauf des Limits standen wir in der Hotellobby und hatten ausgecheckt. Alle Koffer und das lose Gepäck verstauten wir in unseren kleinen Mietwagen, bis er voll war. Meine Frau ging mit den Kindern zu Fuß, da im Auto kein Platz mehr war. Aber das war uns egal.

Dann dieser Moment der Ruhe – herrlich. Wir konnten uns jetzt in der zweiten Ferienwoche richtig erholen. Ohne den Lärm vom Pool und in der Nacht. Zwei Jahre später kamen wir erneut in das gleiche Hotel und konnten wieder zwei Wochen erholsamen Urlaub verbringen. Wir entdeckten Palma, die Berge und Dörfer. Und so mieteten wir uns wieder zwei Jahre später ein Apartment – ganz in der Nähe. Mallorca wurde uns vertraut. Touren durch die Insel ließen den Gedanken aufkommen: hier könnte man öfters sein. Ein vierter Urlaub in einem Haus in Port de Pollensa folgte und ein fünfter in Sa Pedruscada (zwischen Cala Ratjada und Font de sa Cala). In einem Winterurlaub vor genau einem Jahr erkundete ich die Insel außerhalb der Saison: Wo ist Betrieb, wo ist es ruhig, wo ist es tot (ich hatte hier darüber berichtet). Da ich den Immobilienmarkt langjährig beobachtet hatte, konnte ich bei einem kleinen Haus spontan zuzuschlagen. Und bei jedem Besuch fühle ich mich dort richtig wohl – ein perfektes zweites Zuhause. Jetzt kann ich die Insel zu jeder Jahreszeit kennenlernen.

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KRUMMI:

Wir (meine Frau und Ich) waren seit 1992 immer mal wieder sporadisch für einen Sommerurlaub auf der Insel. Im Dezember 2001 waren wir dann zum ersten Mal im Winter auf Mallorca (über Sylvester im Don Antonio / Paguera)… und seit dem hat uns die Insel voll im Griff. d.h. für uns geht es 4-5 mal im Jahr auf die Insel, gerne auch nur für ein verlängertes Wochenende. Im Sommer eher in den Nord-Osten / Playa de Muro bzw. Can Picafort und im Winter meistens in Palma Nähe (von Paguera bis an die Playa de Palma), aber auch Hotel-Fincas haben wir schon ausprobiert.

Wir hatten vor geraumer Zeit einmal versucht alle Hotels aufzuzählen in denen wir schon gewesen sind und kamen am Ende ca. 38 verschiedene Hotels die wir aus pers. Erfahrung kennen.

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I+P:

Wir waren 1990 das erste Mal auf Mallorca, frisch gebaut, 2 kleine Kinder und eigentlich kein Geld. Im Reisebüro haben sie uns die Appartements Esperanza Park in der Bucht von Alcudia empfohlen. Die waren seinerzeit einigermaßen preiswert und so haben wir gebucht. Was wir angetroffen hatten, übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Ein phantastischer Pool mit Einstieg fast wie am Strand, also ohne Leiter oder Stufen. Eine Liegewiese, die tatsächlich noch ein schöner Rasen war und Liegen in ausreichender Zahl, die locker um den Pool verteilt waren. Direkt am Meer mit tollem Strand, ein kleiner Spielplatz am Strand und extrem flach abfallend. Alles in allem einfach nur ideal für Familien mit kleinen Kindern. Die waren auch in ausreichender Zahl vorhanden, sodass zusammen mit ein wenig Kinderanimation für die Kleinen keine Langeweile aufkam. Nach 2 Wochen haben wir resümiert, dass keines unserer Kinder die ganze Zeit auch nur einmal geweint hatte oder irgendwie missmutig gewesen war. Es war ein Urlaub, wie man ihn sich besser nicht wünschen konnte für die Kinder und genauso für die Eltern.

Das haben wir dann noch dreimal an gleicher Stätte wiederholt und es war jedesmal wunderschön.

Dann waren unsere Kinder doch schon ein wenig älter geworden und wir mussten nicht mehr nur Strand- oder Poolurlaub machen. Also haben wir uns eine Finca gemietet. Und auch das hatte was. Wir haben die Insel insgesamt mit Mietwagen besser kennengelernt und liebten unsere ruhigen Finca-Abende.

Nach einigen Jahren kam dann der Wunsch nach Eigentum auf der Insel auf. Aber erste Schritte mit Besichtigungen und Angeboten waren ernüchternd. Das konnten wir uns nicht leisten. Zwischenzeitlich hatten wir unseren regelmäßigen Aufenthalt von der Playa de Muro in den Osten der Insel verlegt, wo ein Freund von uns ein Haus besaß. Auch hier schauten wir uns immer einmal wieder Neubau-Immobilien im Rohbau an (ohne Makler oder Bauträger zu bemühen).

Irgendwann waren unsere Kinder erwachsen und selbständig. Das Haus war bezahlt und so kam, was kommen musste.

Vor 6 Jahren konnten wir uns Wohneigentum kaufen und sind seither jeden Urlaubstag auf der Insel. Wir lieben das Eiland noch genauso, wie vor fast 30 Jahren und werden ab Ende nächsten Jahres zumindest über Winter einen Großteil unserer Zeit dort verbringen.

Und übrigens: Unsere Kinder fliegen nach wie vor auch mit Begeisterung jedes Jahr mindestens einmal auf die schönste Insel der Welt!

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COLAU:

In den 80`gern habe ich industriemaschienen u.a. in madrid verkauft.
fuer einen verkauf im maerz 1988 waren 4 wochen angedacht.
nach drei wochen war der deal abgewickelt und ich rief zu hause in norddeutschland an
und fragte wie das wetter sei : grau in grau, schmuddelwetter und kalt.

ich sagte zu jose, geschaeftsfuehrer der filiale in madrid, er moege bitte
am flughafen anrufen und fragen wohin die naechstmoegliche maschine fliegt.
kuba war die antwort – war mir zu weit, da ich zu der zeit noch raucher war….
domrep die naechste .. weiter… mallorca – ne – nicht die putzfrauen insel
die naechste maschine – zu spaet am abend …

da erinnerte ich mich an jemanden unserer pokerrunde seinerzeit
der immer von seiner finca auf mallorca erzaehlte …
gut jose, nehmen wir mallorca… mehrere anrufe nach deutschland und ich hatte
die telefonnummer einer bar wo er erreichbar waere; jose rief an;
nach ca. 5 minuten legte er auf und meinte: ich verstehe den nicht
– der spricht so einen komischen dialekt.
das konnte ich wiederum nicht verstehen – aber egal – gebucht und los
auf dem flughafen in madrid habe ich die nummer der bar nochmal angerufen und
es mit meinem „broken spanisch“ versucht – keine chance.

nach einem kurzen flug kam ich in palma an – raus ausm flieger rein ins taxi.
ich nannte dem fahrer den ort – er schaute mich mit grossen augen an;
da dachte ich schon der versteht mich auch nicht, holte einen vorbereiteten zettel raus
name des ortes, der bar und beschreibung des fincabesitzers.
der taxifahrer meinte in deutsch… nene ich habe dich verstanden
9 jahre beim daimler gearbeitet… aber du bist mein erster fahrgast in 30 jahren
vom flughafen, der in diesen ort moechte….
das hoert sich schonmal gut an dachte ich so bei mir.

auf der fahrt erzaehlte ich ihm wen ich suchte und von joses und meinem anruf in der bar.
das kriegen wir schon hin meinte er. ca ne stunde spaeter kamen wir in dem dorf an, rein in die bar der taxifahrer began mit dem barkeeper zu reden..schwer zu verstehen
meinte er …seines zeichens festlandspanier und nach ca 15 minuten war klar wen ich suchte…

3 kneipengaeste erhoben sich und gingen raus, stiegen in 2 autos und wir bildeten einen autokonvoi: einer vorne, taxi in der mitte und einer hinten und los ging es
nach ca 3 kilometern runter von der hauptstrasse und nach ca. noch einem
kilometer feldweg hielten wir vor einem sand und einem kieshaufen…
das gelaechter war gross… die finca befand sich weiter unten in der senke
der pokerspieler war gerade am dachdecken… der taxifahrer verabschiedete sich herzlich, wollte absolut kein trinkgeld und meinte nur : koestlich amuesiert

ich verbrachte eine woche in dem ort und lernte llubi und die gegend kennen…
die freundlichen menschen, den netten ort….
im darauf folgenden sommer machte ich mit meiner jetzigen frau dort urlaub
danach im dezember zu weihnachten und neujahr nochmals
im dezember 1990 zogen wir hierher…leben seit dem immer noch in „“unserem dorf““
und haben es bis heute nicht bereut.

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CHICO:

 

Wir waren 1994 das erste mal auf Mallorca, frisch gebaut, zwei kleine Kinder und eigentlich kein Geld. Aber sehr erholungsbedürftig da wir unser Haus wirklich selbst gebaut hatten. So kamen wir nach Calas de Mallorca, was soll ich sagen, nicht der schönste Ort, Hotelessen sehr schlecht, aber tolle Leute dort. Jahr später waren wir in Alcudia, aber die Liebe wollte sich nicht einstellen. Die folgenden Jahre ging es uns finanziell besser und so haben wir die Welt bereist.

Freunde von uns machten schon länger Fincaurlaub und schwärmten in den höchsten Tönen. Es war schwere Überzeugsarbeit meinen Mann umzustimmen mal wieder Mallorca eine Chance zu geben. Für ihn war es eine Putzfraueninsel und da wollte er nicht mehr hin.
Im Jahr 2002 schaften wir dann das Wunder und wir waren mit Freunden 14 Tage auf einer Finca. Eine kleine Flamme kam zum brennen, auch bei meinem Mann. Es folgten weitere Aufenthalte mehrmals jährlich und 2006 kauften wir eine kleine Finca bei Santanyi. Die Liebe war entflammt, so sehr, dass wir 2015 alles in Deutschland verkauft haben und ganz nach Mallorca auswanderten.

Manche Liebe muss erst wachsen, darum immer zweite Chance geben.

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SEVEN:

Angefangen hat alles 1973, als ich mit meinen Eltern als 7-jährige Urlaub in Font de Sa Cala machte. 2005 bin ich dann mit einer Freundin für 1 Woche auf die Insel geflogen und von da an war die Liebe zur Insel da.

Nachdem ich aus privaten Gründen einige Jahre keinen Urlaub machen konnte, bin ich dann 2009 auf die Idee gekommen, meinem Mann zum Geburtstag im Januar 2010 eine Woche Mallorca zu schenken. Auf der Insel musste der Arme dann innerhalb von 7 Tagen 1300 km rundherum fahren und danach kam die Frage, ob er denn nochmal nach Mallorca fliegen würde.

Wie man sieht, hat er ja gesagt und seither versuchen wir, jeden freien Tag auszunutzen und ins 2. Zuhause zu fliegen.

Wir haben viel gesehen, viel erlebt, viele Menschen kennengelernt, von denen einige wenige zu wirklichen Freunden geworden sind, andere haben keinen Platz mehr in unserem Leben, aber die Liebe zur Insel bleibt.

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RATITA:

Im Jahr 2008, verbrachten „Verano“ und ich, Ende September , ein paar Tage im Hotel Augusta. Wir hatten uns in diesem Jahr durch das Forum kennengelernt. Wir hatten beide ordentliche Zimmer in der oberen Etage des Hotels mit tollem Hafenblick. Für die paar Tage Stadtaufenthalt, war das Augusta gut gelegen.


Danke an alle, die mir die freundliche Erlaubnis erteilt haben, ihre Mallorca Love Story zu veröffentlichen. Wenn auch Sie Ihre Geschichte erzählen möchten – nur zu: Schicken Sie mir Ihren Text einfach per Mail ins Bloghaus. Im Netz ist immer Platz für gute Geschichten.