Ein Wiedersehen mit Miami

Ein bisschen verrückt und ganz schön schräg: Miami, wie ich es in den vergangenen vier Tagen erlebt habe.

Oft waren wir in den 80er- und 90er-Jahren in Florida. Fast überall, von Sanibel Island über Fort Lauderdale bis hinunter nach Key West. Auch Miami haben wir immer mal wieder besucht. Doch jene Seite dieser tropischen Inselstadt, die ich diesmal zu sehen bekam, war für mich neu.

Der Bauboom hat Miami in einem atemberaubenden Tempo erwischt. Die Folge: Schwindelerregende Immobilienpreise. Diese wiederum befeuern den Glamour-Faktor dieser Stadt, der schlechter Verdienende alt aussehen lässt. Immer weniger können es sich heute noch leisten, in ordentlichen Wohnverhältnissen im Innenstadtbereich von Miami zu leben.

Natürlich reicht ein langes Wochenende bei Freunden nicht einmal annähernd aus, um diese bizarre Stadt im Süden von Florida zu erkunden. Ein Versuch ist es allemal wert.

Einige der Aufnahmen sind in Miami Beach entstanden, manche auf einer privaten Insel. Ein paar Fotos habe ich im super-chicen Design District geschossen, wieder andere in den unmittelbar daneben liegenden Wynwood Walls, einem ehemaligen Lagerhallen-Areal, das heute als Graffiti-Eldorado gilt.

Nicht zu kurz kommen soll in diesem Foto-Blog auch die kulinarische Seite von Miami. Diese wurde in allerfeinster Qualität nicht nur von meinen Gastgebern Kirsten und Uli Petzold abgedeckt. Auch mehrere Restaurant-Besuche sorgten für geschmackliche Vulkanausbrüche im Gaumenbereich. Weltberühmt: Die Florida stone crabs, die gerade jetzt Saison haben.

Viel Spaß und bon appétit!

Kurzes Video: „Lunch mit Schiffen“

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Schön und reich in Miami Beach

Spätestens in dem Moment, als der Hausherr gedämpfte Lachsschnittchen auf Hummersößchen serviert, das Ganze an einem Bett von Reiswürfeln, die mit hausgemachter Pesto marmoriert sind, die diesem kulinarischen Gesamtkunstwerk etwas Spielerisches verleihen, wird mir klar: Ich bin hier nicht im IKEA-Haushalt gelandet. Das hier ist für Erwachsene.

Mein Gastgeber ist nicht nur einer der besten Hobbyköche, die mir je begegnet sind. Er ist auch einer der gefragtesten Designer, die es auf diesem Planeten gibt. Uli Petzld ist ein Lichtdesigner von Weltruf.

Powerteam: Kirsten und Uli Petzold.

Willkommen bei den Schönen und Reichen. Willkommen in Miami Beach!

Stille Nacht unter Palmen: Auf dem Anwesen des Gastgebers.

Dass schön und reich auch eine Herzensangelegenheit sein kann, die von innen strahlt, stellen meine Gastgeber jeden Tag aufs Neue unter Beweis. Die Liebenswürdigkeit, die mir diese Menschen in jeder Phase meines viertägigen Besuches entgegen bringen, ist schwer zu toppen.

Dabei ist es in erster Linie ein Arbeitsbesuch, der mich auf diese prächtige Privatinsel geführt hat, deren Bewohner dem Who-is-Who der Promi-Weltrangliste entstammen.

Um die Ecke residiert Phil Collins, ein paar Villen weiter die Enkeltochter der Getty-Dynastie. Schräg gegenüber von hier hatte bis vor kurzem Anna Kournikova ihr Domizil, die mit ihrem Tennis jahrelang die Massen begeisterte, insbesondere aber den Latino-Schnulzeur Enrique Iglesias.

Entschuldigung, aber ein bisschen Namedropping muss sein. Ohne Namen wäre diese Geschichte nur halb so schön.

So sieht’s aus, wenn der Designer kocht: Lachs, Hummer-Reduktion und Reis-Pesto-Würfel.

Deshalb soll an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Mann, der den Aufkleber „Baby on Board“ kreiert hat, in einer der teuersten Villen von Miami überhaupt lebt.

Diese drei Wörter brachten ihm ein mehrfaches Hundert-Millionen-Vermögen ein. Da darf der Wert des Eigenheims dann auch gerne im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich liegen.

Details wie diese kennt mein Gastgeber. Er hat die Villa des „Baby-on-Board“-Erfinders ins rechte Licht getaucht. Das ist sein Job. Dafür jettet er atemlos durch die Welt.

Einfahrt zur Privatinsel. Hier wohnen die Schönen und Reichen von Miami Beach.

Derweil sorgt Ehefrau Kirsten, in früheren Jahren ein angesagtes Model, dafür, dass der fliegende Gatte nicht die Bodenhaftung verliert. Wie denn auch, bei drei gut geratenen Söhnen, von denen jeder auf seine Art die Genialität für sich gepachtet hat?

Doch ich, der Bub aus Ummendorf, bin nicht von Montreal nach Miami gereist, um über Bankkonten und Barvermögen zu berichten. Dieser Besuch gilt in erster Linie einem Freund, der es geschafft hat, vom Kürschnerlehrling in die Championsleague des Lichtdesigns aufzusteigen.

Die sagenhafte Karriere dieses Mannes hat eine Biografie verdient. Daran arbeiten wir hier.

Schwabokanadier unter sich

Die Heimat im Ohr“. Dieser schöne Satz stammt von Lore. Sie gab ihn heute beim Frühstück von sich, nachdem sie am Abend zuvor in der ARD-Mediathek „Trash Detective“ gesehen hatte. Das ist einer dieser zauberhaften Filme, die vermutlich nur Schwaben verstehen.

Bei uns daheim wird Schwäbisch gesprochen. Nicht die Stuttgarter Akademiker-Variante, wie sie etwa die Herren „Häberle und Pfleiderer“ verwendeten, die in den 50er- und 60er-Jahren über süddeutsche Schwarz-Weiß-Bildschirme flimmerten. Aber auch nicht das krasse Ummendorfer Umlach-Schwäbisch.

Dort ist der Satz: „D’r Eberhard soll da Apprat na trah“ nicht etwa zu Chinesisch mutiert, sondern bedeutet nichts anderes als: „Der Eberhard soll den Apparat hinuntertragen“. Dienstag heißt bei uns nicht wie in Ummendorf „Zaischdig“, sondern „Dienschdag“.

So viel Zugeständnis an das Hochdeutsche muss sein.

Schwäbisch ist für uns kein politisches oder gar landsmannschaftliches Statement. Es ist einfach die Macht der Gewohnheit, die den Dialekt in unserem Hause am Laufen hält. Und das, obwohl wir seit 35 Jahren nicht mehr im schwäbischen Sprachraum leben, sondern in Kanada.

Würde es Ihnen etwas ausmachen, in ihren Korrespondenten-Beiträgen statt ‚Samstag’ ‚Sonnabend’ zu sagen?“, fragte mich der NDR-Redakteur schon ganz zu Beginn meiner Radio-Laufbahn höflich, aber bestimmt. Natürlich machte es mir nichts aus.

Umgekehrt haben es die KollegInnen vom SWR immer gerne gehört, wenn „das Schwäbische“ auch in meinen Rundfunkbeiträgen hörbar war. „Fanget Se jetzt bitte it damit a, aus’m Samstag en Sonnabend zu macha„, ist mir die Warnung eines Kollegen vom Sport noch in guter Erinnerung.

Hoscht scho a Görlfriend“?, wollte ein „Hutterer“ einmal von mir wissen. Für die Nachkömmlinge Südtiroler Sektierer, die in „Kommunen Gottes“ auf „Bruderhöfen“ in der kanadischen Prärie leben und nie Schriftdeutsch gelernt haben, ist es einfacher, auf Schwäbisch zu kommunizieren als auf Hochdeutsch oder gar Englisch.

Unser Sohn Cassian, gebürtiger Montrealer, hatte das große Glück, mit drei Muttersprachen aufzuwachsen. Deutsch wurde ihm in die Wiege gelegt. Englisch und Französisch musste er sich schulisch hart erarbeiten. Heute spricht und schreibt er alle drei Sprachen akzent- und fehlerfrei wie ein „native speaker“.

Beim Schwäbisch kommt er allerdings schon mal ins Schleudern. Da wird der Hochzeitstag dann zum „Heiratsdag“. Und dass er bei einem Wirtshausbesuch im Allgäu trotz fließender Kenntnisse der Landessprache nicht wusste, was ein „Spezi“ ist, empfand die Kellnerin fast als einen persönlichen Affront. „Aber du schwätscht doch sonscht so guat Schwäbisch“?, entfuhr es ihr.

Das Wort „Spezi“ war ihm trotzdem fremd. Woher sollte er es auch kennen? Den Getränkemix gibt es nun mal nicht in Kanada.

Video: „Häberle und Pfleiderer“ mit Willy Reichert und Oscar Heller

„Hoscht scho a Görlfriend“?  > Besuch auf einer Hutterer-Kolonie in Manitoba <

Und alle singen Leonard Cohen

Ein bisschen viel Leonard Cohen in letzter Zeit im Blog? Schon möglich. Aber es ist nun halt mein Blog. Und Sie sind halt mal beim Cohen-Fan-Hauptquartier in Montreal gelandet. Da müssen Sie jetzt durch. Heute Abend: Singalong mit Leonard Cohen.

Einer dieser Montreal-Momente:

Aus der U-Bahn-Station „Place des Arts„, direkt unter der Konzerthalle, erklingen „Hallellujah“ und „Bird on the Wire“ und noch ein Dutzend andere Cohen-Songs. Nicht aus der Konserve, sondern live. Gesungen von Männern und Frauen, die sich trauen, zwischen fünfzig, sechzig Leuten ein Mikro in die Hand zu nehmen und zu den Klängen einer ziemlich guten Amateurband Leonard-Cohen-Lieder zu singen.

Und schon stimmen alle in die Songs ein. Karaoke mitten im Feierabend-Verkehr.

Ein Typ, der sich als Belgier vorstellt, ein Kerl mit Baskenmütze und leicht britischem Akzent, eine junge Frau, die ein Hallelujah mit Gänsehaut-Effekt hinlegt. Und eine nicht mehr ganz so junge Frau, die hüftschonend mit den Schultern wippt und vorsichtshalber eine Familienpackung Papiertaschentücher mitgebracht hat.

Eine andere junge Frau verteilt die Playlist, die an diesem Spätnachmittag angesagt ist. Zwei, drei Fernsehteams sind auch gleich zur Stelle. Und plötzlich steigt die coolste Cohen-Party, die sich mein Held nur wünschen könnte.

Vor genau einem Jahr ist er gestorben. Und weil auch in einer Metropole wie Montreal die weltbekannten Künstler nicht an den Bäumen wachsen, wird Leonard Cohen in diesen trüben Novembertagen immer und immer bemüht. Und sei es nur zum Karaoke in der U-Bahn-Haltestelle.

Gut gemacht, Montreal. So long, Lenny!

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Ein Abend mit meinem Mann

Leonard Cohen hat viele Songs geschrieben, die mir ans Herz gegangen sind. „I’m your Man“ war einer von ihnen. Ohne ihn wäre mein Leben ärmer. Ohne Cohen und ohne den Song. Gestern Abend wurde ich reichlich beschenkt: Mit einem Konzert zu Ehren des vor einem Jahr verstorbenen Sängers. Mit einem Staraufgebot, wie man es nur selten erlebt.

Von Sting bis Elvis Costello, von k.d. lang über Feist bis zu dem Hollywood-Comedian Seth Rogen. Von Courtney Love, der Witwe von Curt Cobain, bis zu Céline Dion, die per Video-Botschaft einen Cohen-Song in die Menge hauchte, der selbst jenen den Atem verschlug, die sonst mit der Diva nur wenig anfangen können.

Ein Cohen-Fan war ich gefühlt schon immer und werde – echt jetzt – auch immer einer bleiben. Auch wenn „my man“ längst in anderen Sphären „Closing Time“ singt, kann ich noch immer nicht genug von ihm hören, sehen, lesen. So muss es wohl auch 15.000 anderen ergangen sein, die zum „Leonard Cohen Memorial Concert“ ins Montrealer “Bell Centre“ gekommen waren, um ihrem Helden noch einmal die Reverenz zu erweisen.

Als Leonard Cohen vor einem Jahr starb, bin ich zu seinem Haus am „Place du Portugal“ gepilgert, habe eine Kerze gezündet und so lange „So long Marianne“ mitgesungen, bis mir das Wasser in den Augen stand.

Adam Cohen war vom Vater kurz vor dessen Tod per Erb-Dekret auferlegt worden, das gestrige Memorial-Konzert zu organisieren. Der Sohn, selbst ein arrivierter Künstler, hat Großes geleistet. Ein mehr als dreistündiges Event zu gestalten, ohne auch nur eine Sekunde Langeweile aufkommen zu lassen, ist eine Meisterleistung.

Großartig auch, dass die Stars des Abends ohne Gage auftraten. Der Reinerlös floss in eine Stiftung für kanadische Nachwuchstalente.

Um an Tickets für dieses denkwürdige Event zu kommen, war Multitasking gefragt. Als an einem Samstag im vorigen Sommer die Karten im Internet verkauft wurden, fieberte ich mit Laptop, Handy und Kreditkarte dem Moment entgegen, der mir die Plätze im Bell Centre garantierte. Innerhalb weniger Minuten waren die Tickets ausverkauft. Viele von ihnen – nicht unsere – für tausend Dollar und mehr.

Als hätte der gestrige Abend nicht ohnehin schon genügend Highlights geboten, gab es irgendwann noch Besuch von Justin Trudeau und seiner Frau Sophie. Dabei plauderte der kanadische Premierminister ein wenig aus dem Nähkästchen.

Den ersten Tanz als Ehepaar tanzten Justin und Sophie bei ihrer Hochzeit zu einem Cohen-Lied: „I’m your Man“ – was sonst?

Sting singt Dance me to the End of Love“ (CBC-Website)

Das komplette Konzert wird ist am 3. Januar bei CBC-Fernsehen zu sehen. Ein Film von dem Memorial ist für Januar 2018 geplant.

Die Konzertkritik der Montreal Gazette gibt’s  >> HIER <<

Wandbemalung im Viertel „Plateau-Mont-Royal“. Als wäre er Everybody’s Man. Fotos: Bopp

 

Die Frau Oberbürgermeisterin

Manchmal gehen Wünsche ja doch in Erfüllung, wenn man brav ist: Meine Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl in Montreal hat gewonnen. Valérie Plante wird das erste weibliche Stadtoberhaupt in der Geschichte meiner Wahlheimat. Mit ihrer Charmeoffensive hat sie es geschafft, den bisherigen OB Denis Coderre aus dem Rennen zu werfen.

Dabei war Monsieur Coderre kein schlechter Oberbürgermeister. Er hat der Stadt einen Stempel aufgedrückt, den so schnell keiner mehr abwaschen kann. Manchen war dieser Stempel dann auch zu kostspielig und, sagen wir es ganz offen, zu großkotzig.

Warum eine Stadt wie Montreal mitten in einer riesigen Grünfläche noch dreieinhalb Millionen Dollar teure Baumstümpfe aus Marmor braucht, bleibt das Geheimnis der bisherigen Stadtverwaltung.

À propos Geheimnis: Davon hatte Denis Coderre wohl einige. So wollte er bis wenige Tage vor der Wahl partout nicht mit der Sprache herausrücken, wie viele bezahlte Tickets im vorigen Sommer für das erste Formel-Eins-Rennen für Elektroautos eigentlich verkauft wurden: Gerade mal 5.000. Verschenkt wurden dagegen mehr als 20.000. Es war ein blamables Zuschussgeschäft.

Das kam nicht gut an bei den Hunderttausenden Montrealern, die auf ihrem Weg zur Arbeit Tag für Tag ihre eigene Rennstrecke zu bewältigen haben. Die orangefarbenen Baustellenkegel sind zu einem Symbol für schlampige Koordination geworden – ein Thema, das den gesamten Wahlkampf beherrschte.

Titelseite der Montreal Gazette – Illustration © Aislin

Natürlich wird Valérie Plante alles anders, besser, preisgünstiger machen. Sagt sie. So ist eine neue U-Bahnstrecke vom Norden in den Südwesten der Stadt geplant. Dass die neue Métrolinie „Pink Line“ heißen soll, mag den Machos unter den Montrealern zwar nicht so richtig einleuchten. Aber nun denn, wenn sie in Rosa schneller in die Innenstadt kommen als in ihren Pickup-Trucks, dann soll’s auch recht sein.

Valérie Plante ist mit ihren 43 Jahren eine politische Newcomerin. Bislang war sie ausschließlich im sozialen Bereich tätig. Als Nachrückerin sitzt sie seit gerade mal elf Monaten im Stadtrat.

Aber schon bald gelang es ihr, die Menschen zu begeistern: Mit Tierschutz-Themen, mit Vorschlägen für mehr sozialen Wohnungsbau, mit Versprechungen, Wege für Fußgänger und Radfahrer sicherer zu machen. Und nicht zuletzt mit ihrem ansteckenden Lachen, das auch gestern wieder im Corona-Theatre bei mir um die Ecke zu hören war, wo sie mit ihrem Team „Projet Montréal“ ihren Erdrutschsieg feierte.

So ganz sicher war ich mir bis zum Schluss nicht, ob mir die Kombi aus Leistung, Anspruch und Lächeln genügt, mein Kreuzchen hinter ihren Namen zu machen. Noch vor wenigen Tagen konnte ich einem Videoreporter der Montreal Gazette keine klare Antwort auf die Frage geben, wem ich nun eigentlich meine Stimme geben würde.

Aber vor dem Hintergrund einer meist männlichen Politiker-Verdrossenheit geht man auch gerne mal ein Risiko ein. Deshalb also ist Valérie Plante „meine Oberbürgermeisterin“.

Ich hoffe, sie enttäuscht mich nicht.

Freitagabend in Hochelaga: Zu Gast bei Julian, Meriem und Bob Marley

Der Barbier von Hochelaga. © Alle Fotos: Bopp

Wer einen Freitagabend im Montrealer Stadtteil Hochelaga verbringt, braucht schon einen Grund. Preise für geglückte Städteplanung wird das „Quartier“ tief im Osten der Stadt wohl genau so wenig einheimsen wie Sterne für kulinarische Höchstleistungen der Restaurants. Von ihnen scheint es in Hochelaga noch weniger zu geben als Papierkörbe. Und das will etwas heißen.

Warum dann die zehn U-Bahn-Stationen von St. Henri nach Hochelaga auf sich nehmen? Zum Beispiel, weil dort Julian und Meriem wohnen. Zwei Zugezogene die noch dabei sind, in Montreal richtig Fuß zu fassen.

Meriem stammt aus Tunis und forscht als Wissenschaftlerin an der Früherkennung von Gehirntumoren. Julian kommt aus Saarbrücken. Als freier Journalist beliefert er deutschsprachige Medien mit Korrespondenten-Beiträgen.

Beide sind um die 30. Montreal haben sie sich ausgesucht, weil es sich hier gut forschen, leben und arbeiten lässt. In den Stadtteil Hochelaga hat es sie eher zufällig verschlagen. Vielleicht haben auch die vergleichsweise niedrigen Mietpreise eine Rolle gespielt.

Wer in Hochelaga lebt, spielt zwar nicht in der Porsche-Liga. Doch die Gegend hat auch ihren Reiz. Die Mischung aus geerdeten Quebecern und  hippen Zugezogenen verleiht Hochelaga eine urbane Coolness. Vor allem unter der U40-Generation ist Hochelaga wegen der Nähe zur Innenstadt eine gefragte Location. Nicht ohne Folgen: Die demografische Zusammensetzung schafft, wie in einigen anderen Montrealer Stadtteilen auch, Konflikte. Der Begriff „Gentrification“ ist zum Reizwort für alles geworden, was man sich gerne leisten würde, aber nicht kann.

Wenn man erst einmal die Eingeweide der Stadt hinter sich gelassen hat, um die Metro-Station Frontenac mit der Rolltreppe zu verlassen, sieht man als erstes „einen Polen“. Ich meine das nicht despektierlich, aber ich weiss nicht, wie ich es sonst formulieren könnte. Es ist kein Restaurant und auch keine Backstube. Für einen Feinkostladen fehlt ihm der Schliff. Die Perogies, die „der Pole“ an der Ecke anbietet, sind lecker. Ich kenne sie von früheren Besuchen.

Überhaupt ist mir Hochelaga ziemlich vertraut. Als unsere Freundin Marjolaine im Herbst 2011 Wahlkampf für die links-soziale NDP machte, klebten wir nächtelang Plakate für sie. Ihr Wahlbezirk ist Hochelaga. Nicht nur hat sie damals den Einzug ins Bundesparlament geschafft. Sie ist vier Jahre später auch mit Glanz und Gloria wiedergewählt worden. Bodenständigkeit und Fleiß werden in Hochelaga belohnt.

Hat man „den Polen“ beim U-Bahnhof erst einmal hinter sich gelassen, geht es zu Fuß in Richtung Westen. Während in der Montrealer Innenstadt um diese Zeit der Bär tanzt, scheint er in Hochelaga in einen verfrühten Winterschlaf verfallen zu sein. Tote Hose so weit das Auge reicht.

Doch dann plärrt dir plötzlich Reggaemusik entgegen. Klar, dass dich in diesem Augenblick nichts brennender interessiert als die Frage: Wo steckt Bob Marley?

Er steckt nicht, er hängt. Und zwar ziemlich genau eine Kopflänge über dem Schädel, den ein Kerl im Reggaelook gerade barbiert als gelte es Udo Walz Konkurrenz zu machen.

„Darf ich reinkommen“? Man will ja nicht stören. „Have a seat, man“, sagt der Kerl.

Aber ich will nicht sitzen und ohnehin eignet sich mein Haupthaar nicht für Dreadlocks. „Darf ich fotografieren“?, frage ich den Reggaeman. „Shoot!“, sagt der. Und richtet die linke Hand in Pistolenposition auf mich, während die Rechte weiterhin Udo Walz spielt. Ich zücke mein Handy und schieße zurück.

Was macht man, wenn man eine halbe Stunde zu früh für die Essenseinladung vor dem Haus der Gastgeber steht? Man geht einfach weiter. Durch Wohnstraßen, in denen die Fenster verbarrikadiert sind, vorbei an zugenagelten Geschäftsräumen, in denen das „à louer“-Schild an bessere Zeiten erinnert. Gute Nacht, Hochelaga.

„Bistro sur la Rivière“ – auch ohne Bach ein hübscher Platz.

Und dann, als es schon fast Zeit für den Dinnerbesuch ist, baut sich vor dir ein herrlich verträumtes Bistro auf, mit dem wunderschönen Namen „Bistro sur la Rivière“. Wen stört’s, dass es an dieser Ecke weit und breit keinen Bach gibt, der den Namensgeber inspiriert haben könnte.

Die Speisekarte liest sich lecker. Jetzt meldet sich auch schon der 19-Uhr-Hunger. Gleich wird Julian eine herrliche Gemüsesuppe servieren, deren Namen ich vergessen habe. Und Meriem, die Vegetarierin, kredenzt ein Couscous ähnliches tunesisches Pasta-Gericht mit Gemüse, dazu selbst gebackenes Brot und Hühnchenbrust für die beiden Fleischesser am Tisch.

Nwasser: Lecker – ob mit oder ohne Fleisch.

Man isst und redet, trinkt Kombucha und Wein, isst weiter und hätte an diesem Abend vermutlich sämtliche Probleme der Welt durch reden aus der Welt geschaffen, wäre da nicht die letzte U-Bahn, die einen zurück nach St. Henri bringt.

Übrigens wurde Hochelaga von den Irokesen gegründet. Als der Entdecker Kanadas, der Franzose Jacques Cartier, 1535 dort anlegte, um den Indianern als erster Europäer einen Besuch abzustatten, schüttelte er die Hände der Ureinwohner. Das fanden sie lustig und nannten sich künftig Hochelaga.

Es bedeutet „Menschen, die Hände schütteln“.

Alter Hase oder junger Hüpfer?

© MONTREAL GAZETTE

Montreal wählt am 5. November einen neuen Oberbürgermeister. Es könnte aber auch eine Oberbürgermeisterin werden. Neben dem mit allen Wassern gewaschenen Amtsinhaber Denis Coderre kandidiert auch eine junge Frau namens Valérie Plante. Was nun: Mann oder Frau? Alter Hase oder junger Hüpfer? Leider brachte auch die gestrige Debatte der beiden Kandidaten nicht die erhoffte Eingebung.

Ich werde das Gefühl nicht los, als wolle das Jahr 2017 meine Entscheidungsfähigkeit testen. Schon bei der Bundestagswahl im September kam ich bei der Ausübung meines (Brief-)Wahlprivilegs an meine Grenzen. Und jetzt, kurz vor der OB-Wahl in eineinhalb Wochen, übermannt mich erneut dieses Gefühl einer demokratischen Ohnmacht.

Mag das Rampenlicht: Denis Coderre.

Denis Coderre ist ein sympathischer Typ. Ein kompakt geratener Mann, der mit seinen 54 Jahren mit allen politischen Wassern gewaschen ist. Er gilt als unermüdlicher Macher und fleißiger Networker. Als einer, der nicht müde wird, auch Ministerpräsidenten und Staatschefs in die Pflicht zu nehmen, wenn es darum geht, Subventionskohle in seine Stadt zu scheffeln.

Seit vier Jahren ist er im Amt. Offiziell parteilos, aber bis zu seiner kommunalpolitischen Karriere saß er für die Liberalen als Bundesminister in Ottawa. Er ist der Mann, der polarisiert.

Man liebt ihn, weil er die zweitgrößte Stadt Kanadas in genialer Weise als Metropolis vermarktet.

Man hasst ihn, weil er sich ein Denkmal nach dem anderen setzt und die Stadt durch irrsinnig viele Baumaßnahmen in ein nie dagewesenes Verkehrschaos stürzte.

Eine 40 Millionen Dollar teure Beleuchtung für die eigentlich sanierungsbedürftige Jacques-Cartier-Brücke? No problem! Oder 3,5 Millionen Dollar teure Baumstümpfe aus Marmor, die so spektakulär unauffällig in eine Waldlandschaft geworfen wurden, dass man sie mit der Lupe suchen muss? Pourquoi pas?

Ob Kunst am Bau oder Kunst am Baum – bei Denis Coderre darf’s gerne ein bisschen teurer sein.

Frisch und fröhlich: Valérie Plante.

Anders bei Valérie Plante. Sie ist mit ihren 43 Jahren zumindest in politischer Hinsicht ein junger Hüpfer. Als Nachrückerin kam sie erst vor einem Jahr völlig überraschend ins Stadtparlament. Dort leistete sie bisher eine fabelhafte Arbeit in der Opposition. Ihr Ding waren bis vor kurzem noch unterprivilegierte Kinder, obdachlose Ureinwohner und geschlagene Frauen. Kein Zweifel: Valérie Plante ist ein guter Mensch. Und kein bisschen weniger sympathisch als ihr Gegenspieler. Aber hat sie das Zeug zur Oberbürgermeisterin einer kunterbunt-chaotischen Millionenstadt wie Montreal? .

Die Debatte gestern Abend war unerwartet spannend. Weniger wegen der angesprochenen Themen. (Die meisten von ihnen waren durchgekaut worden, noch ehe der Wahlkampf eröffnet wurde). Was mich verblüfft hat, war die – für kanadische Verhältnisse – ungewöhnliche Streitkultur, die Coderre und Plante an den Tag legten. In der voll besetzten Oscar Peterson Concert Hall der Concordia University flogen eineinhalb Stunden lang die Fetzen.

Braucht ein Oberbürgermeister wirklich drei Chauffeure, die ihn Tag und Nacht durch das von ihm verursachte Baustellen-Labyrinth der Stadt jonglieren? Oder tut es auch ein Elektroauto, das Valérie Plante für wenig Geld notfalls selbst steuern würde? „Be careful what you wish for“, strapazierte der gewiefte Amtsinhaber eine Metapher, die nichts anderes bedeutet als: „Leider blickst du gar nichts“.

Dass trotz der hitzigen Debatte ein fast liebenswürdiger Umgang miteinander herrschte, mag auch an der Sprache liegen. Gestern wurde ausschlieslich Englisch gesprochen. Sowohl Denis Coderre als auch Valérie Plante sind jedoch Frankokanadier. Die auf Französisch geführte Debatte vor einer Woche verlief vielleicht allein schon deshalb ziemlich unspektakulär.

Vor einem Konzertsaal voll mit Anglokanadiern gelten andere Spielregeln mit anderen sprachlichen Herausforderungen. Beide Kandidaten haben sie mit Bravour gemeistert.

Mir scheint: Egal, wer am 5. November das Rennen macht – die Stadt meines Herzens wird von einem feinen Menschen regiert.

Übrigens: Am Rande der Debatte kam gestern ein Videojournalist der Montreal Gazette auf mich zu. Er fragte mich nach meinen Eindrücken. Den Clip dazu gibt’s  >> HIER <<

Mit Mike und Kate durch Montreal

Montreal Memories: Mike Fox mit seiner Frau Kate Rew.

Als ich Michael Fox im Herbst 2001 kennenlernte, fielen mir zunächst seine riesigen Schuhe auf. Größe 49. Manchmal, sagte er, nehme er auch Größe 50. Ich kannte bis dahin keinen, der auf so großem Fuß lebte. Einen körperlich so imposanten Menschen wie ihn vergisst man nicht mehr. Erst recht nicht, wenn einen ein Terroranschlag in New York zusammenschweißt. Jetzt besuchte uns Mike Fox zusammen mit seiner Frau Kate Rew in Montreal.

Unmittelbar nachdem Terroristen am 11. September 2001 in New York zwei Wolkenkratzer gefällt hatten, waren Mike und ich vor Ort. Er berichtete für die British Broadcasting Corporation (BBC) über 9/11, ich schrieb für die Internetredaktion des WDR das „NEW YORKER TAGEBUCH“ .

Beide arbeiteten wir zu jener Zeit von Montreal aus als Korrespondenten. Weil der Luftraum über Nordamerika jedoch kurz nach den Terrorangriffen für den Flugverkehr geschlossen wurde, machten wir uns auf dem Landweg von Montreal nach New York. Mike wählte den Mietwagen, ich die Bahn.

In Manhattan trafen wir uns wieder und bildeten während der kommenden zehn Tage ein Reporterteam. Im Tandem ließ sich das Leid besser ertragen, mit dem wir Tag für Tag, Nacht für Nacht konfrontiert wurden. Den achtstündigen Rückweg von NYC nach Montreal traten wir gemeinsam an. Diesmal im Auto. In stundenlangen Gesprächen versuchten wir das Unfassbare aufzuarbeiten, das wir gerade erlebt hatten.

Seit diesen denkwürdigen Tagen in New York haben wir uns immer wieder gesehen – auch dann noch als Michael Fox längst wieder im BBC-Mutterhaus arbeitete. Wir trafen uns in Kanada, in England und auf Mallorca. In London gab mir Mike unvergessliche Einblicke in seine Stadt, die nur einer geben kann, der in London geboren wurde.

Reporter unter sich: 2016 auf Mallorca.

Auf Mallorca dann die Rollenverteilung. Diesmal durften Lore und ich ihm „unsere“ Insel zeigen, die für uns seit neun Jahren Winterquartier ist. Doch auch auf Mallorca war Michael kein Tourist wie jeder andere. Er mietete sich ein Rennrad, trat mit seinen großen Füßen in die Pedale und erkundete die Insel bei Wind und Wetter.

Das jüngste Wiedersehen in Montreal fand unter den schönsten aller Voraussetzungen statt. Strahlender Sonnenschein, 24 Grad. Gute Laune und weit und breit kein Terroranschlag. Perfekt für eine rund 18 Kilometer lange Stadtwanderung, die wieder einmal bei der Vietnamesin unseres Herzens ein kulinarisches Ende fand.

Gestern auf der Jacques-Cartier-Brücke: Mike und Kate.

Lore und ich haben diese Strecke schon häufig zurück gelegt. Doch diesmal war nicht nur Michael dabei, sondern auch dessen Frau Kate Rew. Eine beeindruckende Persönlichkeit mit einer eigenen Geschichte, die diesen Blogpost sprengen würde. Nur so viel: Mit einem Pariser Sorbonne-Studium in der Tasche arbeitete sie für den British Council in Moskau. Der Präsident hieß damals Boris Jelzin.

Seit unserer ersten Begegnung vor 16 Jahren hat sich das Leben von Mike und Kate grundlegend geändert. Die beiden Jungs Oscar und Barney sind jetzt erwachsen. Kate und Mike haben sich, könnte man sagen, noch einmal neu erfunden.

Mike, ein brillanter Radioprofi in Festanstellung beim wohl renommiertesten Sender der Welt, hat sich mit Mitte 50 von der BBC und damit vom Journalismus verabschiedet. Zusammen mit Kate legte er sich in der englischen Kleinstadt Crewkerne/Somerset ein stillgelegtes Fabrikanwesen zu, eine Art Dorf im Dorf – mit Bäckerei, Klavier- und Orgellehrer und allem, was sonst noch zu so einem Dorfleben gehört. Die Beiden haben das Anwesen mithilfe von Handwerkern aus dem Ort in jahrelanger Arbeit selbst umgebaut.

Auf großem Fuß: Schuhgröße 49 bis 50.

Ein Leben so ganz ohne Journalismus für einen, der mit Leib und Seele Reporter war – geht das überhaupt? Doch, schon, sagt Mike. Aber der Wechsel vom Wortschmied zum Handwerker verlief nicht immer ganz geschmeidig. Es zieht ihn zurück zur Schreibe.

Ein eigener Blog, das wär’s. Oder ein Buchprojekt. Das Thema „Radfahren ohne Gangschaltung“ interessiert ihn sehr.

Ob mit oder ohne Gang – bei einem wie Michael Fox wäre das Lesevergnügen garantiert.

Die Stimme Kanadas im Radio

Radio Canada International, deutsche Abteilung. Von links nach rechts: Georges Lissoir, Margaret Schwaikowsky, Gunter Michelson, Erwin Potitt, Herbert Bopp, Maggy Akerblom

„Hier spricht Kanada“ – dieser Satz hat jahrzehntelang Menschen in aller Welt bewegt, berührt und neugierig gemacht. Denn was auf die Anmoderation folgte, war eine halbstündige Live-Sendung in deutscher Sprache. Übertragen wurde sie von Radio Canada International (RCI), dem Auslandsdienst der Canadian Broadcasting Corporation (CBC).

Zu Beginn der achtziger Jahre war ich Teil der deutschen Redaktion, moderierte die Sendung, produzierte Beiträge, ging auf Reportage. Als ich danach Freier Kanada-Korrespondent für die Sender der ARD wurde, blieb keine Zeit mehr für Radio Canada.

Eigentlich schade, denn die Jahre, die ich in den Studios am Boulevard René-Lévesque im Osten von Montréal verbrachte, gehören in beruflicher Hinsicht zu den spannendsten meiner Kanada-Zeit. Das Arbeitsumfeld glich einer Miniaturausgabe der UNO. Das Sprachengewirr, das internationale Flair, das uns damals umgab, beflügelte die Sinne und sorgte für Kreativität im Kopf.

Beim Open House der CBC vor ein paar Tagen gab es jetzt eine ernüchternde Bilanz.

Von den ursprünglich 21 Sprachabteilungen bei RCI sind gerade noch drei geblieben: Englisch, Spanisch und Mandarin. Die anderen wurden aus Kostengründen gestrichen. Und überhaupt war die Zeit für das Rauschen im Aether abgelaufen. Die Kurzwelle hatte ihre Zukunft hinter sich.

Beim „Tag der offenen Tür“ mit dem Leiter der lateinamerikanischen Abteilung, Dr. Pablo Gomez Barrios aus Kolumbien.

Bei der Gründung des staatlichen Auslandssenders im Jahre 1945 wurde noch in Sprachen wie Schwedisch, Norwegisch, Dänisch und Portugiesisch gesendet. Und natürlich war es Aufgabe des Senders, die Länder des Ostblocks mit unzensierten West-Nachrichten zu beliefern. Bis zu 16 Millionen Hörer schalteten sich pro Woche in die Sendungen ein.

Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Einführung des Internets hatten Kurzwellen-Sendungen ihre Daseins-Berechtigung verloren. Geblieben ist noch ein Skelett von Englisch, Spanisch und Chinesisch.

Herrenrunde mit Geschichte(n): Dr. Klaus Fleck aus Berlin, ein langjähriger Hörer von Radio Canada International. Dr. Peter Bernath, früher Berlin, heute Sherbrooke/Québec, ehemaliger Moderator der deutschsprachigen Sendung, am vorigen Freitag (6-10-2017) mit dem Autor im Carré St. Louis in Montréal.

Meine Erinnerungen an Radio Canada International sind trotz des Spaßfaktors bittersüß. Ein gut aufgelegtes Team sorgte täglich für 30 Minuten Information und Unterhaltung. Doch von den Männern und Frauen, mit denen ich bei RCI zusammen arbeiten durfte, sind gerade noch zwei am Leben: Maggy Akerblom und Dr. Peter Bernath. Beide wohnen noch immer in Kanada. Mit beiden bin ich noch immer eng befreundet.

Nicht mehr am Leben sind Margret Schwaikowsky, Erwin Potitt, Gunther Michelson sowie der Leiter der Programmgruppe Westeuropa, der Belgier Georges Lissoir.

Der „Tag der offenen Tür“ bei meinem ersten und einzigen kanadischen Radiosender, für den ich je gearbeitet habe, brachte viele Erinnerungen zurück. Doch dabei blieb es. Persönliche Begegnungen mit früheren Kolleginnen und Kollegen waren mir leider nicht mehr vergönnt.

Hintergründe und Videos zu Radio Canada International gibt’s >> HIER <<