Der Mann mit den Traumjobs: Reporter und Airbus-Kapitän

Airbus A340 – Copyright: Lufthansa

Mein Kumpel Joerg war hier: „Stern“-Reporter. SWF3-Moderator. Airbus-Kapitän. Im Irish Pub in Montreal plauderten wir eine Nacht lang über das Fliegen, den Journalismus, die Welt – und ein bisschen auch über Gott. Aus aktuellem Anlass heute ein Blogpost, der in ähnlicher Form schon einmal an dieser Stelle erschienen war.

Journalist wollte ich schon immer werden. Hätte ich mir diesen Lebenstraum nicht erfüllt, wäre ich auf Plan P umgestiegen: Pilot. Ein Freund von mir hat sich beide Träume erfüllt. Er war „Stern“-Reporter und SWF3-Moderator. Jetzt ist er Airbus-Kapitän bei der Lufthansa. Heute treffen wir uns mal wieder in Montréal.

In Montréal war er nur eine Nacht. Wieder einmal. Die Stadt meines Herzens fliegt er häufig an. Joerg liebt Montréal. Er würde gut hierher passen. Ein Kerl, knorrig wie ein kanadischer Ahornbaum. Warum sehen Piloten eigentlich immer aus, wie sich Hänschen Piloten vorstellt? Ein Gesicht voll gelebtes Leben. Es gibt Frauen, die träumen von solchen Männern. Ich träume von der Karriere, die dieser Mann hingelegt hat.

Einsatz in Harlem: Als 24jähriger Reporter unterwegs mit der Feuerwehr

Mit gerade mal 24 ging er für den „Stern“ nach New York. Für eine Reportage über Feuerwehreinsätze in Harlem. Es war die Zeit, als dort viel „heiß saniert“ wurde. Die Firefighters kamen nicht zur Ruhe. Tag und Nacht im Einsatz. Genau wie Joerg, der rasende Reporter.

Einsatz bei SWF 3: Toller Journalist mit geiler Stimme

Vorher schon hatte er beim Südwestfunk angedockt. SWF3 war damals die erste Radio-Adresse für die meisten Jugendlichen in Deutschland. Mit diesem Sender bin ich groß geworden. Und mein Kumpel Joerg hinterm Mikro. Wahnsinn. Mehr geht nicht, wenn du jung bist, eine geile Stimme hast und reden kannst wie ein Weltmeister. Wir hatten damals viel miteinander zu tun. Ich lieferte für Joerg die Korrespondenten-Beiträge aus Kanada und Alaska. Er moderierte sie an.

Einsatz Cockpit: Seine Bordansagen klingen noch immer wie damals beim Radio

Toll reden kann Joerg noch immer. Aber er sitzt jetzt nicht mehr im Rundfunkstudio, sondern im Cockpit. Von dort aus macht er die Bordansagen. Er ist Kapitän geworden. Bei der Lufthansa. Im Airbus A 340. Ein Kollege war zufällig mal auf einer Maschine, als Joerg das Kommando im Cockpit hatte: „Seine Bordansagen klingen noch immer wie damals bei SWF3“. Nur: Jetzt interviewt Joerg nicht mehr Popstars und Politiker. Er kündigt Sonnenuntergänge und Windgeschwindigkeiten an. Lebt immer noch sein pralles Leben.

Einsatz weltweit: Schanghai, Rio, Alaska, Montréal …

Joerg fliegt nur noch Langstrecken. China. Indien. Südamerika. Kanada. Neulich hat er seinen Sohn mit nach Alaska genommen. Zum Fischen. Zwei Brummer von Lachsen hat der Kleine aus dem Fluss gezogen. Da strahlt der Papa.

Tolles Leben? Schon. Jetlag? Klar. Aber da muss ein Käpt’n durch. Noch Träume? Ja. Weniger fliegen. Mehr Zeit für den Sohn. Und regelmäßiger Schlaf.

Mein Mitleid für meinen Kumpel hält sich in Grenzen. Zwei Traumjobs in einem Leben – wer hat das schon? Und ich dachte immer, ich hätte den Sechser im Lotto gezogen.

Cuba Libre ohne Castro

banner_boysFidel Castro ist tot. Er ist in der vergangenen Nacht im Alter von 90 Jahren verstorben. Aus aktuellem Anlass gibt’s heute Erinnerungen an die erste von zahlreichen Reisen nach Kuba in den vergangenen 30 Jahren. Alle Fotos: © Herbert Bopp

(Dieser Blogpost war in leicht abgeänderter Form estmals am 13. Januar 2013 erschienen).

Das Aquarell im Banner (oben) hat Lore gemalt. Die Skizze ist am 20. Januar 1986 auf Kuba entstanden. Ein paar Jungs am Strand von Varadero, die davon träumen, irgendwann die Welt kennen zu lernen. Das war zu jener Zeit noch fast unmöglich. Seit 14. Januar 2013 brauchen Kubaner für die Ausreise nur noch einen Pass und ein Visum des Ziellandes. Eine Sensation! Und ein schöner Anlass, auf die erste von vielen Kuba-Reisen zurück zu blicken.

Unsere Kuba-Premiere war spannend, exotisch und spottbillig. Bis zu unserer Ankunft in Varadero wussten wir nicht wirklich, wo wir eigentlich wohnen würden. Ein Montrealer Reiseveranstalter hatte die Mystery-Tour für wenig Geld angeboten. Warum, das wurde uns spätestens klar, als wir das Flugzeug betreten hatten.

Es war eine russische Maschine, die schon bessere Tage gesehen hatte. Aeroflot hattehavanna sie an die Kubaner ausgeliehen. Dass die Sicherheitshinweise für den Flug von Montreal nach Kuba handgeschriebe Zettel waren und als Fotokopien in der Tasche der Rückenlehne steckten, war verstörend genug. Dass aber irgendwann im Laufe des dreieinhalbstündigen Fluges erst der Kapitän, dann der Ko-Pilot aus dem Cockpit schreiten und die Passagiere in der Kabine mit dem weltmännischen Lächeln einer Airline-Crew begrüßen würden, gab uns Rätsel auf. Übrigens ein Rätsel, das bis heute nicht ganz gelöst ist. Ich vermute mal, dass die Cockpitbesatzung vor ihrem gemeinsamen Bordgang den Autopilot eingeschaltet hatte. Möglich auch, dass der Flugingenieur, der damals noch zur Crew gehörte, die Navigation übernommen hatte.

Was uns während des Fluges noch mehr beschäftigte als die Zusammenstellung der Cockpit-Besatzung war die Frage: Wer wird sich das Badezimmer mit uns teilen? Die Reise war auch deshalb so preisgünstig gewesen, weil wir uns auf diesen Deal eingelassen hatten: Ein mitreisender Hotelgast würde Klo und Dusche mitbenutzen. Allein die Tatsache, dass unser Hotel über ein funktionierendes WC und sogar eine Dusche verfügen würde, war zu jener Zeit alles andere als selbstverständlich.

Mit „Mister X“ im Flieger von Kanada nach Kuba

Kaum hatten wir die Flughöhe erreicht, begann das Rätselraten. Ist es die ältere Dame, der ich vorhin behilflich war, das Gepäck zu verstauen? Vielleicht die Blonde in der vorletzten Sitzreihe? Oder der coole Typ, der unmittelbar vor uns sitzt? Während wir uns so die Zeit zwischen Montreal und Varadero verkürzten, einigten wir uns gedanklich auf einen Mann, der einen Sitzplatz auf der anderen Gangseite belegt hatte. Lore und ich tauften ihn „Dr. X“. Er war von seinem ganzen Auftreten her kein großer Sympathieträger. Schlimmer noch: Der Arme war ganz offensichtlich mit einer fürchterlichen Erkältung ins Flugzeug gestiegen, die wir uns gerne ersparen würden.

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Revoluzzer im Postkartenformat.

Es kam, wie es kommen musste: Er war es tatsächlich. Bei der Zuteilung der Zimmer in einem Gebäude mit kleinen Fenstern und baufälligen Wänden tauchte tatsächlich dieser Mann im Bad auf, den wir bereits während des Fluges gedanklich auf unsere No-Go-Liste gesetzt hatten. Möglich, dass unser Mitbewohner harmlos und vielleicht sogar nett war. Aber die Vorstellung, eine Woche lang mit einem Menschen das Badezimmer teilen zu müssen, für den uns kein besserer Namen eingefallen war als „Dr. X“, war Grund genug, um ein anderes Zimmer zu bitten.

Das war nicht einfach in Kuba, wo der Massentourismus noch in den Kinderschuhen steckte. Aber der Reiseleiter, ein kluger Kerl mit hervorragenden Deutschkenntnissen (Ossi-Vergangenheit) machte das Unmögliche möglich. Wir durften nicht nur ein anderes Zimmer beziehen, sondern sogar ein komplettes Haus. Unser neues Quartier war eine großzügige Unterkunft auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, nicht weit vom Meer. Außer ein paar Geckos gab es keine Mitbewohner.

Zuckerinsel ohne Zucker

Ein Phänomen ist mir von unserem ersten Kuba-Besuch noch besonders gut in Erinnerung. Ausgerechnet auf der Zuckerinsel wurde mit Zucker geknausert. Zum Frühstückskaffee mehr als einen Würfel zu ergattern, war eine Herausforderung. Wie konnte das sein? Ganz einfach: Kuba braucht Devisen. Der Zucker wurde in großen Mengen exportiert. Für die Kubaner selbst blieben nur die Restbestände.

Unser erster Urlaub in Kuba mag bizarr gewesen sein, aber er ist bis heute unvergesslich. Man kann sich der Faszination dieser Karibikinsel schwer entziehen. Da ist auf der einen Seite ein entrechtetes Volk, das einen Führungsclan anhimmelt, der den Menschen seit Jahrzehnten verspricht, die allseligmachende Weisheit zu verkünden. Auf der anderen Seite regieren die Castro-Brüder Fidel und Raoul über einen Staat, der seinen Bewohnern das höchste Gut verwehrt, nämlich die Freiheit auszureisen.

>> Hier gibt’s Fotos von unseren Aufenthalten in Kuba  <<

Spanisch mit Ole, Mara und Li

img_9369-1Wenn einem eine Fremdsprache vorkommt wie das gleichnamige Land, dann wird es höchste Zeit für einen Spanischkurs. Wieder einmal. Keine Ahnung, wie viele Spanischkurse ich schon belegt habe. Ganz offensichtlich waren es nicht genug. Zurzeit drücke ich wieder einmal die Schulbank.

Sprachkurse können mehr sein als ein Vehikel, um Konjugationen, Verben und landesübliche Redewendungen zu lernen. Es sind vor allem Begegnungen mit Menschen, die eines gemeinsam haben: Den Wunsch, sich sprachlich im Ausland zurecht zu finden.

Kein Wunder, dass dir in der Regel auch die Menschen sympathisch sind, die sich vorgenommen haben, gemeinsam mit dir denselben Weg zu gehen. Aktuell heißt das, dass ich mich Samstag für Samstag einer bunten Truppe anschließe, die sich in der International Language School des Montrealer YMCA trifft.

Mal sind es acht Teilnehmer, mal zehn. Die einzige konstante Größe heißt Isabel. Sie ist unsere Lehrerin und stammt aus Mexiko-City. Eine wunderbare Person mit einem Gefühl dafür, wie Sprachen lernen Spaß macht. Mit praxisorientierten Übungen, nach denen man Lust bekommt, sie sofort umzusetzen: In der Markthalle, auf der Straße, in der nächsten Bar.

Was die Frauen und Männer antreibt, eine weitere Fremdsprache zu erlernen, ist so unterschiedlich wie die Herkunft der Schüler.

Da ist Ole, ein Ukrainer, der Spanisch braucht, um in seinem Job als Wissenschaftler weiterzukommen. Künftig will er auch in Südamerika forschen.

Rosalie, eine junge Montrealerin, die als Botanikerin im Dienste der Stadtverwaltung steht und schon bald nicht nur in den Treibhäusern des Botanischen Gartens aktiv sein möchte, sondern auch bei der Suche nach seltenen Blumen in fremden Ländern.

Jean-Pierre, der ein Leben lang in Kanada und Alaska Dokumentarfilme gedreht hat und sich künftig näher mit dem südamerikanischen Kontinent befassen will.

Leslie – Mutter: Schwedin, Vater: Holländer – hat sich vorgenommen, als Geografielehrerin mehr Zeit im Ausland zu sein als im Klassenzimmer.

Olivier ist Biobauer mit einem Herz für Kuba. Dort will er demnächst den kanadischen Winter verbringen, wenn es auf der Farm ohnehin nicht viel zu tun gibt.

Mara, Späthippie, die sich auch mit Mitte 50 nicht scheut, Dreadlocks zu tragen.img_9651 Auf Bali besitzt sie ein Stück Land, das sie vor Jahren für 1500 Dollar erstanden hatte. Jetzt würde sie gerne noch eine Parzelle “in Chile, Honduras oder Nicaragua“ dazu kaufen. Sprachkenntnisse sollen bei den Verhandlungen helfen. Was sie mit dem Land machen will? „Keine Ahnung“.

Dann sind da noch Li, eine Bankerin aus Shanghai, und eine Studentin aus Szechuan namens Chung.

Wenn dann noch ein aus Oberschwaben ausgewanderter Deutschkanadier mit am Tisch sitzt, der fast die Hälfte des Jahres auf Mallorca verbringt, ist der Multikultiverein komplett.

Übrigens lassen sich fremde Sprachen vortrefflich auch im Internet erlernen. Wem Rosetta Stone zu teuer und Babbel zu kompliziert ist, sei Duolingo empfohlen. Ein kostenloser Spaßmacher mit großem Lerneffekt.

Lernen im Internet kann eine einsame Angelegenheit sein. Für Abhilfe ist gesorgt: Dreimal pro Woche gibt es „Language Tea“-Nachmittage. Die Teilnahme ist kostenlos, ein Muttersprachler wird von der Schule gestellt. Ein paar Cookies im Gepäck sind immer hochwillkommen.

Emma: Diva im Wartezimmer

emma-1Eigentlich ist sie viel zu jung für so ein Wartezimmer. Wer sich hier trifft, hat’s auf den Ohren, in der Nase oder im Hals. Emma hat nichts von alledem. Sie wartet an diesem Morgen in der HNO-Klinik darauf, dass ihre Stimmbänder untersucht werden. Am Nachmittag hat sie ihr Examen. Sie studiert Gesang am Konservatorium.

Wenn sie die Prüfung schafft, kann sie sich Hoffnung machen auf eine Karriere als Opernsängerin. Bleibt sie auf der Strecke, gibt es in Montreal 100 Bars und Kneipen, wo Talente wie Emma gefragt sind.

Aber daran mag sie an diesem Morgen gar nicht denken.

Das iphone4, das sie jetzt aus einer selbst gestrickten Hülle zückt, hat schon bessere Zeiten gesehen. Der Mikrofilm löst sich vom Bildschirm, die Kopfhörerbuchse hat einen Wackelkontakt. „Shit“, sagt Emma, von der ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal weiss, dass sie Emma heißt.

Als sie sich die Knöpfe ins Ohr stopft und das Handy auf ein Notenblatt legt, fängt sie an, auf der Klavier-App ihres iphones zu klimpern. Als sie dann schließlich auch noch tonlos gehauchte Mundbewegungen macht, geht es mit mir durch. „Darf ich fragen …“, frage ich. Und sie: „Gerne“. Nimmt die Kopfhörer aus dem Ohr und stellt sich vor: „Emma“.

Emma ist sichtlich nervös, aber auch glücklich. Auf so einen Tag wie diesen hat sie drei Jahre gewartet. Examen! Opernsängerin! Und dann, auch das noch: Frisch verliebt! In einen Jungen aus Südfrankreich. Cello-Student. Als sie in seine WG zog, lebte er mit einer Violinistin zusammen. Emma kam, die Geigerin blieb. „Wir verstehen uns prima“, sagt Emma.

Die Gnade der Jugend.

Aber auch in einer noch so glücklichen Dreier-Konstellation ziehen manchmal Wolken auf. Eine Geigerin, ein Cellist und eine angehende Opernsängerin – sie alle müssen üben, üben, üben, wenn sie ans Ziel kommen wollen. Und genau daran hakt es.

Traktiert die Violinistin gerade ihre Geige, haben das Cello und die Sängerin nichts zu melden. Will die Operndiva von morgen heute mal üben, ist musikalisch kein Platz mehr für einen dominanten Cellisten.

Aber irgendwie funktioniert immer alles.

Emma hat früh gelernt, was es heißt, sich in einer Gemeinschaft zu behaupten. Ihre Gemeinschaft war ihre Familie. Der Vater, Geologe, stammt aus Whitehorse im Yukon. Abgeschiedener geht nicht in Kanada. Die Mutter, Krankenschwester, kommt aus der Atlantik-Provinz Nova Scotia. Getroffen hat man sich in Val-d’Or, 550 Kilometer nördlich von Montreal. In Val d’Or ist Emma aufgewachsen. Zwischen Goldgräbern, Minenarbeitern und Trunkenbolden.

Emmas Familie war anders. Da wurde schon früh musiziert und bald stand fest: „Opernsängerin, das wär’s“.

Jetzt sind Opernsänger in Val-d’Or ungefähr so verbreitet wie Fallensteller in Bielefeld. Aber wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Prophet. Emma wusste nach der High-School: Nur ein Umzug nach Montreal bringt mich meinem Ziel näher.

So packte sie also ihre Siebensachen und fuhr im Familienauto die acht Stunden vom Norden in den Süden. Und landete geradewegs in einer Wohngemeinschaft, die aus einem Cellisten und einer Geigerin besteht.

„Deutschland!“, schmachtet Emma, nachdem sie sich nach meiner Herkunft erkundigt. Davon träume jede angehende Opernsängerin. Den ersten Schritt in Richtung Deutsche Diva hat sie schon gemacht. Im Konservatorium belegt sie einen Kurs „Deutsche Phonetik“. Hier geht es um die perfekte Aussprache, nicht um Grammatik.

„Pavarotti“, sagt Emma, „konnte stundenlang deutsche Lieder singen“. Verstanden habe er davon kein Wort.

Die Sprechstundenhilfe kommt. Jetzt ist Emma an der Reihe. „Auf Wiederhören in Deutschland!“, ruft sie mir noch zu.

Sie spricht den Satz perfekt aus. Ich bin mir nicht sicher, ob sie ihn auch verstanden hat.

Reina: Königin für eine Stunde

img_9482Irgendwo im Montrealer Villenviertel Westmount setzt sie sich neben mich auf eine Bank, zündet eine duMaurier an, inhaliert tief und bläst den Rauch genüsslich in die Novembersonne. „Stört es dich?“, fragt sie. “Nicht die Bohne“. Sie heisse übrigens Reina, “das ist spanisch für Königin“. Eine fürstliche Begegnung, wie sich eine Stunde später herausstellen sollte.

Reina ist 80 und wartet auf ihren Chauffeur. Eigentlich wartet sie auf ein Taxi. Aber Chauffeur klingt irgendwie besser als Taxifahrer, hier in Westmount. 125 Dollar bezahle sie ihrem Chauffeur, also dem Taxifahrer, jeden Tag. „Hundert fürs Fahren und 25 Dollar Tipp“. Jeden Tag. Dafür stehe er ihr immer zur Verfügung und fahre sie, wohin sie gerade wolle.

Heute war es der Orthopäde. Und schon sind wir beim Thema.

2016 sei ein verdammtes Scheißjahr, sagt die Königin. Am Tag, an dem sie mit dem Rauchen aufhören wollte, fällt sie vom Hocker und bricht sich die Hüfte. Im Krankenhaus habe sie heimlich gequalmt und wäre deshalb fast rausgeflogen. „Aber ich hör‘ doch nicht mit dem Rauchen auf, wenn ich mir gerade die Hüfte gebrochen habe!“

Verständlich, das Ganze.

Kaum war sie aus dem Krankenhaus raus, wird ihre Wohnung in der Seniorenresidenz ausgeraubt. „Alles weg: Schmuck, Bargeld, Bilder, Schallplatten“. Verdammtes Scheißjahr eben.

Aber das war nicht alles. Kurz darauf starb ihre Mutter. Sie wurde 102. Wenig später ihre Lieblingsnichte. Sie wurde nur 38. Scheißjahr.

Nach dem Einbruch in der Seniorenresidenz fühlt sie sich dort nicht mehr sicher, zieht um in eine andere Wohnanlage. Und findet es dort „einfach Scheiße“. Wie das Jahr 2016 eben. „Shit“, sagt sie. Klingt aus dem Mund einer kanadischen Königin weniger fäkal als „Scheiße“.

Keiner grüßt den anderen und alle meckern nur über das Essen. Morgens, mittags, abends. Jetzt zieht sie wieder um. Nicht, weil sie das Essen schlecht findet. Die Leute gehen ihr auf den Zünder. „Muss ich mir mit 80 noch den ganzen Tag dieses Scheißgejammer antun“? Natürlich nicht.

„Tolle Schuhe!“. Jetzt wirft Reina einen Blick auf meine schwarzen Wildlederboots. „Schuhe haben mein Leben bestimmt“, sagt sie, „wusstest du das“? Nein, Reina, wusste ich nicht. Aber du wirst es mir sagen.

Als sie 17 war, stand sie in einem Montrealer Schuhgeschäft und tat das, was Mädchen so tun, wenn sie 17 sind. Sie probierte ein Paar Schuhe nach dem anderen an, spazierte im Laden auf und ab und konnte sich einfach nicht entscheiden. „Du hast das Zeug zum Model“, sagte plötzlich eine Frau, die Reina beim Schuhe anprobieren beobachtet hatte.

Die Frau war Talentscout für eine Modelagentur, der Rest ist Geschichte.

Jahrzehntelang modelte sich Reina jetzt durch die Welt, lebte in Japan, New York und auch in Mexico-City, hatte Gigs in Mailand, Rom und Paris, Berlin und Wien. Und lernte irgendwann einen Airline-Piloten kennen, der in Santa Monica wohnte. Sie zog zu ihm und modelte von jetzt an eben nicht mehr von Kanada aus, sondern von Kalifornien. 25 Jahre lang.

Dann starb Jacques, der Pilot. Reina verkaufte das Haus an der Küste und zog nach Kanada zurück. Neulich stand sie noch einmal als Model vor der Kamera. Da war sie 79. Ein Kosmetiksalon ließ sie für ein Plakat ablichten. Sie zieht einen zerknitterten Hochglanzprospekt aus ihrer Handtasche. Der Beweis.

Jetzt wohnt sie also wieder in Montreal, schiebt sich mit der Gehhilfe durch die Straßen von Westmount, zündet sich noch eine duMaurier an und wartet auf ihren Chauffeur, der eigentlich Taxifahrer ist.

Als er kommt, erhebt sich die Königin von ihrem Thron, der eigentlich eine Stadtbank ist, begrüßt den Fahrer mit Bussi links und rechts und wirft mir beim Einsteigen noch einen Luftkuss zu.

„Echt schöne Schuhe hast du“, sagt sie noch. Und weg ist sie, meine Königin für eine Stunde.

Leonard Cohen: Mein Held ist tot

cohenMein erster Gang wird mich heute an den Parc du Portugal führen. Dort, in der Nähe meiner Lieblings-Flaniermeile, dem Blvd. St.-Laurent, lebte Leonard Cohen. In der vergangenen Nacht ist der Held meiner Jugend im Alter von 82 Jahren verstorben. Wenn jemand stirbt, leben Erinnerungen auf. Hier sind einige davon:

Es gibt einen Kanadier, der in meinem Leben bereits eine wichtige Rolle spielte, noch ehe ich zum ersten Mal kanadischen Boden betreten hatte. Dieser Mann war nicht besonders groß, hatte keine ausnehmend schöne Stimme und spielte schlechter Gitarre als die meisten Gitarristen, die ich kenne. Dennoch gehörte Leonard Cohen zu den größten Stars seiner Zeit. Irgendwann stand der Held meiner späten Jugend dann neben mir. In einem Montréaler Waschsalon.

Mit Lenny im Waschsalon

Die Begegnung im Waschsalon ist kaum der Rede wert und grenzt, ehrlich gesagt, auch ein bisschen an Namedropping. Ich will die Geschichte aber trotzdem erzählen. Schließlich gibt es nicht viele berühmte Menschen, denen man zuschauen kann, wie sie Socken, Jeans und Unterhosen in die Wäschetrommel stecken, um ihnen anschließend im Trockner den Rest zu geben.

Als Cohen-Fan wusste ich natürlich, dass mein Lieblings-Troubadour im “Plateau” eine Wohnung hat. Diese Gegend entlang dem Boulevard Saint-Laurent galt schon damals als das Dichter-und-Denker-Viertel der Montréaler Bohème-Szene. Umso weniger hätte es mich überraschen dürfen, dass ich dem bedeutendsten aller Montréaler Bohèmiens dort auch begegnet bin. Ungewöhnlich war nur der Ort. Einen Menschen, der weltweit viele Millionen Schallplatten verkauft und ein Häuschen auf einer griechischen Insel besitzt, vermutet man nicht unbedingt zwischen Hemd und Hose im Waschsalon.

Als er dann so neben mir stand und von offensichtlich alten Bekannten mit “Hello Lenny!” begrüßt wurde, fiel mir fast das Herz in die Hose. Kaum 50 Zentimeter trennten mich jetzt von meinem Hero – und ich brachte nicht einmal den Mut auf, ihn anzusprechen. Stattdessen kämpfte ich mit einer aufgesetzten Lässigkeit gegen T-Shirts und Jeans, stets den Lady’s Man im Auge, von dem es schon damals hieß, seine Stimme schaffe es, selbst noch in der Kirche erotische Vibrationen zu erzeugen.

Wohl kaum ein Star seiner Zeit wurde häufiger kopiert und interpretiert als Leonard Cohen. Ob „Halleluja“, “Bird on the Wire”, “Famous Blue Raincoat” oder “So long Marianne” – die Welt hörte zu. “Suzanne” gibt es in 89 Versionen – darunter kroatische und koreanische Abwandlungen.

“Suzanne” gibt es wirklich. Sie ist, wie Cohen-Fans wissen, eine Ex-Geliebte seiner Majestät. Sie wohnte lange Zeit nur ein paar Straßen entfernt von Lenny. Später fuhr sie im Pickup-Truck durch Amerika und lebte wohl vor allem von ihrer Vergangenheit, die keine richtige Zukunft mehr hatte.

Mir ist Suzanne Verdal vor Jahren eher zufällig in Montreal begegnet, als sie vor ihrem Haus ihr Wohnmobil reisefertig machte. Eine freundliche Frau, so bescheiden in ihrer Anmutung, dass man den Eindruck gewinnen konnte, sie sei sich ihrer musikhistorischen Bedeutung nie so richtig bewusst geworden.

Mein Zahnarzt ging mit Lenny zur Schule

Leonard Cohen hat mich ein ganzes Leben lang begleitet, selbst zum Zahnarzt. Meine Lieblingsfrage an den inzwischen 82jährigen Zahnarzt meines Herzens lautete bisher immer: “Wie geht’s Lenny?” Die Antwort dauerte in der Regel fast so lange wie die komplette Zahnbehandlung. Denn über Lenny gab es schon immer viel zu erzählen.

Dr. F. ist mit Leonard Cohen aufgewachsen, zur Schule gegangen und ein Stück weit auch zur Uni. Doch während Dr. F sich nach den Vorlesungen meistens brav auf den Heimweg ins Villenviertel Westmount machte, ließ es Lenny gerne noch etwas krachen.

So gab es an der Avenue de la Montagne zu jener Zeit ein Underground-Café, in dem sich Poeten, Sänger, Maler und andere Bohèmiens nächtelang zu Lesungen, Bier und Mädels trafen, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Manchmal, ganz selten, sei Dr. F. mitgegangen, erzählte er mir mal. Aber das war nicht so richtig seine Welt.

Jetzt ist Leonard Cohen tot. Er war einer von denen, die es eigentlich gar nicht geben dürfte: Ein Macho ohne Macho-Gehabe. Ein bekennender Frauenversteher, für den es – Gott sei gelobt – das Medium des Liedes gibt. Denn unter dem Deckmäntelchen der vertonten Poesie ließen sich seine oft lasziven Sprüche am besten ertragen. “Leonard Cohen”, sagte mir sein berühmter Landsmann Gordon Lightfoot vor Jahren in einem Interview, “ist der einzige Mann, der es schafft, den Frauen buchstäblich die Bluse vom Leib zu singen.”

Hallelujah!

Heute um die Mittagszeit: Trauer vor Cohens Haus in Montreal. © Foto: Bopp

Heute um die Mittagszeit: Trauer vor Cohens Haus in Montreal.

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… und 2 Tage später.  Fotos: Bopp

Zum Schluss noch zwei Facebook-Posts von Montrealer Freunden:

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Eine Schwalbe auf Kanada-Tour

Wenn Freunde Erfolg haben, ist das immer ein Grund zur Freude. Bobby Dove zum Beispiel. Eine junge Montrealerin aus der Nachbarschaft, die gerade ihr neues Album „Thunderchild“ vorgestellt hat.

Man muss Country-Musik nicht mögen. Aber wenn Bobby Dove vom „The big good-bye“ singt oder auch „Fire and Water”, dann fühlt es sich an, als würde sie dich mitnehmen auf einen Roadtrip durch die kanadische Prärie – mit einem Sternenhimmel, der so glasklar ist wie Bobbys Stimme.

Sie selbst schreibt über ihr Album: „Thunderchild is a collection of smoldering moody ballads, honky tonk two-steppers and rocked-up vision quests“. Alle Titel- bis auf einen – stammen aus ihrer eigenen Feder.

Wenn sie für den Herz-Schmerz-Song „Too late to go home“ in die Saiten greift, möchte man ihr sagen: Alles nicht so schlimm, Bobby. Du schaffst das!

Ob sie es schafft, mit ihrem Album „Thunderchild“ – welch wunderschöner Tite! – in die Charts zu kommen, hängt auch vom Erfolg ihrer Kanada-Tournee ab. Es ist ein Roadtrip auf Sparflamme. Im Mietwagen, mit Klamotten und ein paar Gitarren auf dem Rücksitz. Und einer Riesenportion Hoffnung im Kopf.

Mehr zu Bobby Doves Album „Thunderchild“ gibt’s hier Reinhören lohnt sich!


CD-Launch in Montreal: Bobby Dove und

CD-Launch in Montreal: Bobby Dove und „Thunderchild“ © Bopp

Ein Radiogesicht im Kino

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Die Spionin und der Wissenschaftler – Szenenfotos © Bernard Fougères

Wenn man auf die 68 zugeht und sein Radiogesicht zum ersten mal im Leben in Übergröße auf einer Kinoleinwand sieht, dann ist das ein Gefühl, das nicht einfach mit Eitelkeit zu umschreiben ist. Es ist – naja, wie eigentlich? Sagen wir mal so: Es ist wie im Film.

„Le Cyclotron“ heißt der Film, der gestern Abend im vollbesetzten Cinéma du Parc in Montréal Weltpremiere hatte. Im Rahmen des Festival du nouveau cinéma werden zehn Tage lang 340 Filme aus 62 Ländern einem Publikum vorgestellt, das etwas vom Fach versteht.

Es sind keine Mainstream-Themen, die bei diesem Filmfest abgedeckt werden. So ist auch „Le Cyclotron“ nicht irgend ein Streifen von vielen, sondern ein spannender Spionage-Thriller mit einem Hauch von Science Fiction.

Meine Rolle als jüdischer Wissenschaftler Prof. Weil ist nicht groß. Ein kurzer Dialog mit der Hauptdarstellerin, einer französischen Doppelagentin namens Simone. Zum Abschied noch ein Kuss auf die Stirn – das war’s dann auch schon.

Die Dreharbeiten fanden vor etwas mehr als einem Jahr im idyllischen Kloster Oka am Ufer des Lake of Two Mountains statt. Den Blogpost zum – damals noch streng geheimen – „Making Of“ gibt’s > hier <

„Le Cyclotron“ spielt zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Viele Szenen wurden in einem fahrenden Zug gedreht, der, wie es scheint, geradewegs in die Katastrophe rast. Nicht so mein Part: Die Bibliothek des Kloster Oka dient als Backdrop für das Arbeitszimmer des Wissenschaftlers Prof. Weil.

Es ist eine komplizierte Story mit rasanten Entwicklungen, perfiden Machenschaften, Liebe und Sex, aber auch mit Visionen für eine bessere Welt. Die Aussichtslosigkeit des Zweiten Weltkriegs wurde eindrucksvoll in Schwarz-Weiß in Szene gesetzt. Erst als der Krieg zu Ende ist, setzt die Regie Farbe ein.

Hinter „Le Cyclotron“ steht der vor allem im französischsprachigen Teil Kanadas bekannte Regisseur Olivier Asselin. Produziert wurde der Film von Christine Falco von der Firma Fun Film. In den Hauptrollen sind zu sehen: Paul Ahmarani, Lucille Fluet und Mark-Anthony Krupa.

Was für ein Zufall: Der großartige Mark-Anthony Krupa hatte bereits vor 13 Jahren eine Hauptrolle in dem Film „Silent Night“, in dem unser Sohn Cassian sein Filmdebüt gab.

„Le Cyclotron“ wird voraussichtlich Mitte Februar 2017 in die Kinos kommen.

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Premiere im Cinéma du Parc: „Cyclotron“ vor ausverkauftem Haus.

Die größte Show des Jahres

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Der „Indian Summer“ ist in diesem Teil Kanadas das spektakulärste Naturereignis des Jahres. Weil in diesem Blog schon vielfach davon die Rede war, wollen wir keine Zeit verlieren und uns einfach durchklicken. Sämtliche Bilder sind in den vergangenen Tagen am Lac Dufresne entstanden, zwei Stunden nördlich von Montréal. Lassen Sie sich vom Farbenrausch betören. Viel Spass dabei!                                      Copyright: Herbert Bopp

Frühere Fotogalerien vom Indian Summer gibt’s u.a. hier und hier

 

Gerd Braune: Faszination Arktis

gerdEs war vor ziemlich genau 20 Jahren, als mein Freund Gerd Braune der Arktis seinen ersten Besuch abstattete. Seine Faszination für die nördlichste Region der Erde ist ihm bis heute geblieben.

„Der Sylvia Grinnell River bei Iqaluit wurde über Nacht von einer Eisschicht überzogen. Nur das Rauschen des Windes störte die Ruhe“, erinnert sich der Journalist, der in Toronto geboren wurde, in Trier studiert hat und seit vielen Jahren in Ottawa lebt. Von dort aus berichtet er für deutschsprachige Medien über Kanada und die Arktisregion.

Es war der Besuch im Sylvia Grinnell Territorial Park, der bei Gerd Braune diese Faszination für buchden kanadischen Norden auslöste. Mehrfach hat der 62-Jährige seither die arktische Region besucht: Pangnirtung, Pond Inlet, Arctic Bay, Resolute und Devon Island. An Bord des Eisbrechers Louis S. St. Laurent erlebte er als einer der wenigen Journalisten eine Schiffspassage durch die Nordwestpassage.

Heute gilt Gerd Braune weit über den deutschen Sprachraum hinaus als Experte auf dem Gebiet der Arktis. Sein im Frühjahr erschienenes Sachbuch „Die Arktis. Porträt einer Weltregion” wurde zu einer viel beachteten Dokumentation über eine der geheimnisvollsten Regionen der Erde.

Das Buch gibt einen Überblick über die Klimaveränderungen in der Arktis, die indigenen Völker, Politik, Rohstoffe und Schifffahrt und behandelt auch die Frage, ob die Zukunft der Arktis von Kooperation oder Konfrontation geprägt sein wird.

Dabei kommt Gerd Braune nicht nur auf die reichhaltige Geschichte der Arktis zu sprechen, sondern packt auch brandaktuelle Themen an.

Energiekonzerne sichern sich Explorations- und Förderrechte. Nicht nur die Arktisstaaten wie Russland, die USA oder Kanada, sondern auch die EU und Deutschland versuchen ihre Interessen in der Arktis zu wahren.

Fragen wie: Was ist dran am Wettlauf um die Rohstoffe? Wo liegen die Probleme und Chancen des zirkumpolaren Raumes, der auch der Lebensraum vieler indigener Völker ist? Beantwortet der Autor eloquent und kenntnisreich, dabei äusserst unterhaltsam in diesem Buch, das beim Chr. Links-Verlag Leipzig erschienen ist.

> Hier > kann das Buch sowohl in gedruckter Version als auch als eBook bestellt werden.

Zur Homepage von Gerd Braune geht es > hier >